Monika Gruber spricht offen über Finanzen: "Musst schauen, dass es passt"

Über Geld spricht man nicht – oder etwa doch? Wenn es nach Monika Gruber (54) geht, sollte beim Thema Finanzen Transparenz geboten sein. Warum sie das für wichtig hält, hat die Kabarettistin jetzt verraten – und wendet sich mit ihrer Botschaft vor allem an Frauen.
Monika Gruber über Finanzen: "Musst schauen, dass es passt"
In ihrem Podcast "Die Gruaberin" begrüßt die 54-Jährige die Unternehmerin Viktoria Fahringer (27). Die junge Österreicherin ist Köchin und plant mit Kolleginnen ein eigenes Pop-up-Restaurant. Sie scheut sich nicht, auch über nötige Investments zu sprechen und hinterlässt damit bei der Gruberin Eindruck.
Die Kabarettistin findet es gut, dass Frauen im Business offener über Geld sprechen. Bei ihr selbst sei das in jungen Jahren noch nicht selbstverständlich gewesen. "Ihr seid ja Geschäftsfrauen, ihr seid Unternehmerinnen, deine Familie hat Angestellte. Es stehen Leute dahinter, die sagen: 'Viktoria, ich hab Hunger!' Und du musst schauen, dass das passt."
Gruberin kreidet an: "Frauen neigen dazu, sich zu billig zu verkaufen"
Fahringer stammt aus einer Wirtshausfamilie. Laut ihrer Website hat die 27-Jährige 2019 den elterlichen Betrieb übernommen und "konzipierte diesen neu". Monika Gruber empfiehlt der Köchin, für ihr kulinarisches Angebot angemessene Entlohnungen zu verlangen – und spricht Klartext: "Frauen neigen oft dazu, sich zu billig zu verkaufen." Dass berufstätige Frauen der Meinung seien, sie verlangen zu viel Geld für ihre Leistungen, könne sie nicht nachvollziehen. Dabei beruft sich Gruber auf prägende Worte ihrer Großmutter: "Meine Oma hat immer gesagt: 'Was nichts kostet, ist nichts wert.'"
"So viele Sachen gratis gemacht"
Viktoria Fahringer gibt ihrer Gesprächspartnerin recht: "Ja, das sagt meine Mama auch immer. Versteh mich nicht falsch, ganz am Anfang, nach meiner Lehre, hab ich so viele Sachen gratis gemacht. Und so viele Sachen unter Wert gemacht. Aber ich hab mir jetzt halt mittlerweile echt was aufgebaut." Die Köchin betont, sie könne es sich "gar nicht mehr leisten", auf angemessene Entlohnung für ihre Arbeit zu verzichten. Auch genieße sie aktuell eine "steigende Bekanntheit", die sich in einer fairen Vergütung widerspiegeln müsse: "Es kommen so viele Anfragen rein. [...] Du musst dich halt wirklich fokussieren."
Ausnahmen bestätigen die Regel – für einzelne Projekte arbeite Fahringer durchaus auch karitativ. Im Rahmen von Charity-Events schwingt sie demnach gern ohne Entlohnung den Kochlöffel. Eine Einstellung, die Monika Gruber sicher hoch anerkennt. Auch die Kabarettistin engagiert sich aktiv für soziale Zwecke, bei denen nicht das Geld im Fokus steht.