Klare Worte von RTL-Moderatorin nach Rauswurf: "Heute gefeiert, morgen gefeuert"

Beim Kölner Privatsender RTL werden rund 600 Arbeitsplätze abgebaut. Wie die Verantwortlichen mitteilen, sei diese Maßnahme Teil einer Neuausrichtung von Marken, Programmen und Abläufen. Auch Sendungen werden gestrichen, wie etwa die Morgenmagazine "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8". Das hat Auswirkungen auf Moderatorin Annett Möller.
RTL streicht hunderte Stellen: Moderatorin sprich Klartext
Seit Januar 2008 ist die 47-Jährige für verschiedene RTL-Formate tätig, darunter seit März 2022 für die drei genannten Morgenmagazine. Aber nicht mehr lange, wie sie via Instagram mitteilt: "Weil viele von euch es nicht mitbekommen haben: RTL streicht hunderte Stellen und stellt Sendungen ein. Darunter auch unsere schöne Morgensendung."
Annett Möller über abgesägte RTL-Formate: "Es tut immer weh"
Annett Möller hat eine klare Meinung zur aktuellen Situation bei RTL, die ihr nicht ganz neu zu sein scheint. "Heute wirst du gefeiert, morgen wirst du gefeuert", erklärt sie in den Kommentaren ihres Postings. "So oder so ähnlich kann es in unserer Branche tatsächlich zugehen. Hab ich alles schon erlebt. Und doch wollte ich immer moderieren und das ist leider etwas, womit ich immer rechne. Aber ja, es tut immer weh."
"Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" gestrichen: Was RTL stattdessen plant
Wie geht es für die sympathische Moderatorin nun weiter? Das weiß sie bislang selbst nicht. Auf die Frage, ob sie bei RTL oder n-tv für andere Produktionen arbeiten könne, antwortet sie: "Kannst du mal an RTL in die Chefredaktion schreiben!?" Eine Rückkehr zu "RTL aktuell" kommt für sie nicht infrage, wie sie vielsagend erklärt: "Die Zeit ist wirklich vorbei."
Bis zu ihrer letzten Sendung hat Annett Möller noch ein paar Monate Zeit. Wie sie selbst mitteilt, soll sie noch bis Ende Mai für RTL vor der Kamera stehen. Dann soll statt der morgendlichen "Punkt"-Formate mit einer neuen Sendung an den Start gegangen werden. "Deutschland am Morgen" wird in Kooperation mit n-tv produziert. Ihren Ausstand will Möller mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge feiern: "Es ist wahnsinnig traurig… und dennoch werden wir noch eine schöne Zeit miteinander haben."