Klare Botschaft nach CSD-Anschlag: Schlagerstar rechnet mit Rechtsextremisten ab

"Ihr seid genauso menschenverachtend": Infolge des Anschlags auf den Berliner CSD hat sich Kerstin Ott mit einer klaren Botschaft an Rechtsextremisten gewandt. Die Schlagersängerin befürchtet, die islamistisch motivierte Tat könne von rechten Kreisen instrumentalisiert werden.
teleschau |
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Kerstin Ott hat sich bei Instagram zu dem Anschlag auf dem Berliner CSD zu Wort gemeldet.
Kerstin Ott hat sich bei Instagram zu dem Anschlag auf dem Berliner CSD zu Wort gemeldet. © BrauerPhotos / D.Scharinger

Der Berliner CSD wurde am Samstagabend von einem schrecklichen Anschlag überschattet. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt. "Ich bin so traurig und wütend. Mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die von dieser schlimmen Tat betroffen sind", schrieb Kerstin Ott tief betroffen auf Instagram. Dazu stellte die Schlagersängerin, die offen lesbisch lebt, das Bild eines Herzens in Regenbogenfarben online.

Wenig später legte die 44-Jährige einen weiteren Beitrag nach. Dabei nutzte Ott die Gelegenheit, auf den Hintergrund des mutmaßlichen Täters einzugehen, der der islamistischen Szene angehörte. "Ich frage mich schon die ganze Zeit, wo und wann ist Islamismus in irgendeiner Sache positiv?", läutete sie den Beitrag ein. Für sie stehe fest: "Menschlich betrachtet ist Islamismus für mich eine frauenfeindliche und menschenverachtende Organisation. Geführt von Männern."

Klartext von Kerstin Ott an rechte Parteien: "Genauso unmenschlich"

Danach weitete Kerstin Ott ihren Blick. "An alle rechten Parteien hier in Deutschland: Ihr seid genauso menschenverachtend. Genauso unmenschlich", verlieh der Schlagerstar der Sorge Ausdruck, dass rechte Kräfte den Anschlag für ihre Zwecke missbrauchen könnten. Deshalb lautet Otts unmissverständliche Botschaft: "Ihr braucht hier gar nicht wieder mit den Ängsten der Menschen spielen."

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Den richtigen Ton habe in den Augen der Künstlerin Ricarda Lang getroffen. Die einstige Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen hatte in einem Statement bei Instagram gefordert: "Wir dürfen die Angst nicht gewinnen lassen. Niemals." Außerdem bezeichnete sie Islamismus als "zutiefst menschenfeindlich". Gleichzeitig verurteilte sie alle, die "diese Möglichkeit instrumentalisieren, um ihrem Hass freien Lauf zu lassen". Islamismus und Rechtsextremismus hätten den "Hass auf die Freiheit und die Menschenwürde" gemein.

Am Samstagabend lenkte ein Mann einen Kastenwagen in die Menschenmenge beim Berliner CSD. Zuerst gelang dem mutmaßlichen Täter die Flucht. Doch am Sonntag stellte die Polizei den 21-Jährigen bei einem Einsatz und erschoss ihn. Er ist der islamistischen Szene zuzuordnen.

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  • Ostbayer vor 21 Stunden / Bewertung:

    Man kann nur noch zynisch werden bei solchen Aussagen.
    Scheinbar überstrahlt der Kampf gegen Rechts alles.
    Ein religiöser Fanatiker verübt ein Attentat und die linke Bubble warnt davor das die fanantischen Rechten das Attentat ausnutzen könnten.
    Ich würde mir wünschen, dass die Gesellschaft sich zusammensetzt und diskutiert, wie wir in Zukunft das Zusammenleben gestalten können.

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  • armesmünchen vor 23 Stunden / Bewertung:

    Ob man/Frau sich mit den Kommentaren viele Zuschauer und Besucher des nächsten Konzerts erwartet, bleibt fraglich. Und alles zu verallgemeinern ist auch wenig zielführend….

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  • FRUSTI13 am 27.07.2026 10:04 Uhr / Bewertung:

    Was für Worthülsen, von der Künstlerin Ricarda Lang! Kevin Kühnert hat schon vor Jahren erzählt, dass er in seinem Berliner Kietz nicht mehr Hand in Hand mit seinem Freund geht, weil er Angriffe von Muslimen vermeiden möchte! Wurde alles ignoriert von Links und Grün!

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