Kim Fisher: "Früher war ich wirklich uncool"

Wenn es um den deutschen Schlager geht, ist Moderatorin Kim Fisher nicht mehr zu bremsen. Als Teenager habe sie ihre Leidenschaft aber lieber verheimlicht.
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Kim Fisher präsentiert die "Kulthits - die Show der 70er und 80er"
MDR/Martin Jehnichen Kim Fisher präsentiert die "Kulthits - die Show der 70er und 80er"

Wenn es um den deutschen Schlager geht, ist Moderatorin Kim Fisher nicht mehr zu bremsen. "Ich habe früher mit roten Backen die Hitparade mit Dieter Thomas Heck geschaut und davon geträumt, selbst dort zu stehen", verrät das Multitalent im Interview. Als Teenager habe sie ihre Leidenschaft aber lieber verheimlicht.

Kim Fisher ist nicht nur als Moderatorin erfolgreich, die 45-Jährige begeistert auch mit ihrem Gesangstalent. Das beweist sie wieder am Ostermontag in der Sendung "Kulthits - die Show der 70er und 80er" (21. April, 20.15 Uhr, MDR). Fisher nimmt die beiden Musik-Jahrzehnte unter die Lupe und interpretiert die Hits mit prominenten Gästen und ihrer Liveband neu. Warum sie für Duettpartner Hape Kerkeling sogar rückwärts auf Griechisch singen würde, verrät sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Auf Hape Kerkelings neuem Album "Ich lasse mir das Singen nicht verbieten" ist auch Kim Fisher zu hören. Mehr hier

Sie werden in Ihrer Show unter anderem auch Ihr Duett mit Hape Kerkeling performen - wie kam es denn zu Ihrer Zusammenarbeit?

Fisher: Als er mich anrief und fragte: "Hast du Lust?" hab ich nur gedacht: "Was ist denn das für eine Frage?" Ich würde irgendwas Griechisches rückwärts singen oder Japanisches auswendig für ihn lernen. Ich würde mit ihm wirklich alles singen. Und dann ist es ausgerechnet der unsexieste Schlager aus den 70ern geworden: "Fahrende Musikanten". Aber das Lied verbreitet auch am meisten Stimmung. Hape ist wirklich ein Phänomen, 100 Prozent der Deutschen kennen ihn und 120 Prozent der Deutschen lieben ihn. Ich freue mich riesig, dass er in meiner Show auftritt. So oft hat man Hape ja auch noch nie wirklich ernsthaft singen gehört.

Was ist denn Ihr persönlicher Kulthit aus den 70er und 80er Jahren?

Fisher: Ich finde ja alle Schlager bis zum Ende der 70er super. Ich liebe Schlager. Ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht an den Erinnerungen aus meiner Kindheit. Ich habe damals mit roten Backen die Hitparade mit Dieter Thomas Heck geschaut und davon geträumt, eines Tages selbst dort zu stehen. Heute kenne ich keinen einzigen Namen mehr, wenn ich in die Charts schaue. Rihanna kriege ich gerade noch hin. Aber ansonsten, ich kann weder die Stimmen, noch die Namen oder die Hits unterscheiden. In zehn Jahren sind das für viele sicherlich gar keine Hits mehr, während die aus den 70ern es auch heute noch sind.

Wie haben Sie Ihre Teenie-Zeit in den 80ern erlebt?

Fisher: Ich glaube, ich hatte einen echt peinlichen und uncoolen Musikgeschmack. Es gab Mädchen, die waren um einiges cooler als ich. Die haben B52 oder Ideal gehört. Das habe ich dann auch immer behauptet, schließlich wollte ich ja nicht enttarnt werden. Ich hatte mir die Songs auch auf Kassette aufgenommen, aber zuhause habe ich dann immer vorgespult bis Olivia Newton-John kam oder Ireen Sheer.

Welche Styling-Sünden haben Sie begangen?

Fisher: Mit dem Geschmack daneben zu greifen, war damals ja Vorschrift. Ich sah irgendwie immer wie eine Pummelfee aus - Schulterpolster und weite Klamotten. Ich pendelte beinahe wöchentlich zwischen den Stilrichtungen hin und her. Mal versuchte ich mich als Popperin, mal als cooler Grufti - ich hatte eigentlich überhaupt keinen Stil. Ich habe einfach geguckt, was die anderen so tragen.

Vor wenigen Tagen haben Sie Ihren 45. Geburtstag gefeiert - gab es eine große Party?

Fisher: Zu meinem 44. habe ich letztes Jahr eine große Party geschmissen, ich fand das irgendwie eine hübsche Zahl. 45 ist eigentlich auch schön, aber es gab keine Party. Ich habe den Tag mit meiner Familie und Freunden verbracht, abends sind wir dann alle zum Essen gegangen.

Fällt Ihnen das Älterwerden denn schwer?

Fisher: Nein. Ich will das aber überhaupt nicht schmälern. Ich habe schon Respekt davor, dass es mich irgendwann aus der Bahn werfen könnte. Aber noch ist das nicht der Fall. Ich habe gerade eine schöne Zeit. Alles läuft wirklich toll. Ich mache Dinge, die mir wahnsinnig viel Spaß machen und hinter denen ich mit Herz und Kopf stehe. Zudem bin ich ziemlich gut darin, die Dinge so anzunehmen, wie sie kommen. Ich kann mich ganz gut arrangieren.

Wie halten Sie Ihre Figur?

Fisher: Ich trainiere regelmäßig im Fitnesscenter. Schlank sein ist zwar schön, aber sportlich zu sein, finde ich noch viel schöner. Es sollte alles da sein, wo es auch hingehört.

Würden Sie sich Botox spritzen oder unters Messer legen?

Fisher: Ich habe eine schreckliche Spritzenphobie, richtig, richtig schlimm. Selbst das Blutabnehmen ist schon eine Tortur. Ich weiß nicht, ob ich mich unters Messer legen würde. Aber wenn, würde ich es nicht mit der Öffentlichkeit teilen.

Auch Ihr Liebesleben scheinen Sie mit der Öffentlichkeit nicht teilen zu wollen...

Fisher: Ich weiß gar nicht, ob das die Leser wirklich interessiert? Ich würde ja verstehen, wenn ich jetzt Sarkozy oder sonst jemanden daten würde. Aber so? Da sage ich lieber nichts.

Viele Frauen in Ihrem Alter sind verheiratet und haben Kinder. Machen Sie sich darüber manchmal Gedanken?

Fisher: Das ist total 60er Jahre. Heute ist das gar kein Thema mehr. Tatsächlich fragt mich das auch keiner mehr. Ich habe in meinem Freundeskreis viele Mütter und viele Nicht-Mütter. Entweder hat es das Schicksal oder man selbst so entschieden. Die Dinge sind so wie sie sind.

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