Kevin Spacey einigt sich bei neuer Missbrauchsanklage außergerichtlich

Hollywoodstar Kevin Spacey hat einen neuen Gerichtsprozess in Großbritannien abgewendet. Der 66-Jährige einigte sich außergerichtlich mit drei Männern, die ihn im Rahmen einer Zivilklage in London der sexuellen Übergriffe beschuldigt hatten.
(stk/spot) |
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Seit 2017 kommen immer wieder schwere Vorwürfe gegen Kevin Spacey auf.
Seit 2017 kommen immer wieder schwere Vorwürfe gegen Kevin Spacey auf. © imago images/NurPhoto/WIktor Szymanowicz

Kevin Spacey (66) hat einen erneuten Rechtsstreit in Großbritannien abgewendet. Der 66-jährige Hollywood-Schauspieler, bekannt aus "American Beauty" und der Dramaserie "House of Cards", einigte sich laut "ABC News" außergerichtlich mit drei Männern, die am Londoner High Court eine Zivilklage gegen ihn eingereicht hatten. Spacey hat stets jegliches Fehlverhalten bestritten.

Die drei Kläger, darunter der Schauspieler Ruari Cannon, der auf sein Recht auf Anonymität verzichtet hatte, sowie zwei weitere Männer, die anonym blieben, warfen Spacey vor, sie zwischen 2000 und 2015 sexuell missbraucht zu haben. Die vorgeworfenen Übergriffe sollen sich ereignet haben, nachdem sie ihn in seiner Zeit als Künstlerischer Direktor des Londoner Old Vic Theaters kennengelernt hatten.

Verfahren auf Eis gelegt

Richterin Christina Lambert hatte im November 2025 noch verfügt, dass die Fälle im Herbst dieses Jahres verhandelt werden sollten. Am 13. März erließ sie jedoch eine Anordnung, das Verfahren einzufrieren - "da sich die Parteien auf die Bedingungen eines Vergleichs geeinigt haben, wie im vertraulichen Anhang dargelegt", heißt es in dem am Mittwoch bekannt gewordenen Gerichtsbeschluss. Über die Kosten des Verfahrens traf Lambert keine Entscheidung.

Cannon hatte nicht nur Spacey, sondern auch das Old Vic Theater verklagt - und auch diesen Fall bereits Anfang März außergerichtlich beigelegt. In einem Strafverfahren von 2023 war Spacey in London bereits von mehreren strafrechtlichen Vorwürfen freigesprochen worden, die vier weitere Männer gegen ihn erhoben hatten. Bereits 2022 hatte ein New Yorker Gericht eine zivilrechtliche Klage über 40 Millionen US-Dollar wegen sexuellen Fehlverhaltens gegen Spacey abgewiesen.

Karriere seit #MeToo schwer beschädigt

Spaceys einst glänzende Karriere liegt seit 2017 weitestgehend brach, als im Zuge der #MeToo-Bewegung erste Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen ihn öffentlich wurden - jeden davon hat er bestritten. Zuletzt geriet sein Name erneut in die Schlagzeilen, als das US-Justizministerium Akten im Zusammenhang mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlichte, in denen auch Fotos von Spacey und dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton auftauchten. Spacey selbst reagierte auf X mit der Forderung: "Veröffentlicht alle Epstein-Akten." Und weiter: "Für diejenigen unter uns, die nichts zu befürchten haben, kann die Wahrheit gar nicht schnell genug ans Licht kommen."

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