"Kein Wunder, dass ihr Platz braucht!": Goofy-Sammlung verblüfft Horst Lichter

Zwei ziemlich große Disney-Stars stolperten ins "Bares für Rares"-Studio. Dabei sorgte nicht nur ihr Anblick für gute Laune, sondern auch die Geschichte hinter den beiden Kultfiguren.
Julia Schöppner-Fleige |
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Disney-Freunde kamen in der Donnerstagsausgabe von "Bares für Rares" auf ihre Kosten.
ZDF 5 Disney-Freunde kamen in der Donnerstagsausgabe von "Bares für Rares" auf ihre Kosten.
Yvonne hatte die Figuren von ihrem verstorbenen Ex-Mann.
ZDF 5 Yvonne hatte die Figuren von ihrem verstorbenen Ex-Mann.
Bei den beiden Figuren im Studio handelte es sich um Exemplare aus Polyresin, einem Kunstharz.
ZDF 5 Bei den beiden Figuren im Studio handelte es sich um Exemplare aus Polyresin, einem Kunstharz.
Weil laut Experte bis zu 1.000 Euro für die Goofys möglich seien, strahlten die Verkäufer.
ZDF 5 Weil laut Experte bis zu 1.000 Euro für die Goofys möglich seien, strahlten die Verkäufer.
Benjamin Leo Leo bezahlte 600 Euro für die Goofys - und belohnte Bens Mut mit 20 Euro extra.
ZDF 5 Benjamin Leo Leo bezahlte 600 Euro für die Goofys - und belohnte Bens Mut mit 20 Euro extra.

Ein Fest für Disney-Freunde: In der Donnerstagsausgabe von "Bares für Rares" sollten gleich zwei Goofys für gute Stimmung und bestenfalls einen hübschen Geldsegen sorgen. Ganz nebenbei wurde zu Hause endlich wieder etwas Platz frei. "Wir haben noch mehr davon", gestand Yvonne. "Noch mehr? Mein Gott!" Horst Lichter staunte nicht schlecht. "Kein Wunder, dass ihr Platz braucht! Sonst kannst du ja einen eigenen Vergnügungspark aufbauen damit." Gesammelt hatte die Figuren einst Yvonnes verstorbener Ex-Mann. Nun sollten die beiden Goofys andernorts als stumme Diener Karriere machen. Zunächst aber eine kleine Wissensfrage: Unter welchem Namen war die Kultfigur ursprünglich unterwegs?

Detlev Kümmel löste auf: Dippy Dawg hatte der tollpatschige Hund anfangs geheißen, auf Deutsch also "verdrehter Hund". "So begann die Geschichte", erklärte der Experte. Ben und seine Mutter hörten dem Experten aufmerksam zu. Kümmel berichtete außerdem, dass The Walt Disney Company 1923 in Los Angeles von den Brüdern Walt und Roy Disney gegründet worden war. Erst erblickten Mickey und Minnie Mouse das Licht der Zeichentrickwelt, in den 1930er-Jahren folgten Goofy und Donald Duck. Bei den beiden Figuren im Studio handelte es sich um Exemplare aus Polyresin, einem Kunstharz.

"Bares für Rares"-Händlerin scherzt: "Die nachfolgende Sendung verzögert sich um 25 Minuten"

Auf den ersten Blick glichen sich die beiden Goofys wie ein Ei dem anderen. Bei genauerem Hinsehen erkannte der Fachmann jedoch leichte Größenunterschiede, "weil dieses Polyresin mal so, mal so aushärten kann". Auch beim Farbton gab es Abweichungen. Bei einem der Goofys war offenbar nachträglich zum Pinsel gegriffen worden, was sich besonders am Smoking zeigte. Dort war eine Schattenbildung zu erkennen.

Entstanden und von Hand bemalt worden waren die beiden farbenfrohen Butler in den 1980er-Jahren. Anschließend gingen sie als Merchandise in den Verkauf. Detlev Kümmel servierte für das Duo einen stattlichen Schätzwert von 700 bis 1.000 Euro. Das ließ die Verkäufer strahlen, schließlich hatten sie lediglich 500 bis 700 Euro erhofft. Nun mussten nur noch ein paar Disney-Liebhaber im Händlerraum sitzen.

"Finde die 14 Fehler zwischen Goofy 1 und Goofy 2", scherzte Benjamin Leo Leo eine Tür weiter. Sarah Schreiber ergänzte lachend: "Die nachfolgende Sendung verzögert sich um 25 Minuten." Ganz so lange dauerte der Verkauf dann doch nicht: Die beiden kultigen Kollegen wechselten für 600 Euro den Besitzer. Und weil Ben Mut bewiesen hatte, legte Leo Leo als nette Geste noch 20 Euro für ihn obendrauf.

Horst Lichter rät Verkäufer nach hoher Expertise: "Halt deine Frau fest!"

"Amethysten haben was für sich", fand Horst Lichter beim Anblick eines prächtigen Schmuckensembles. "Es müssen nicht immer Diamanten sein." Heide Rezepa-Zabel konnte da nur zustimmen. Zudem blickte das Set auf eine lange preußische Vergangenheit zurück. Das zwischen 1820 und 1850 entstandene Collier samt den daraus gefertigten Ohrhängern brachte es bei der Expertise auf 6.400 bis 7.000 Euro. Allein das 14-karätige Gold war mehr als 3.160 Euro wert. "Halt deine Frau fest, bevor sie umfällt", warnte der Gastgeber in Richtung Verkäuferpaar.

Erhofft hatten sich die Verkäufer lediglich 1.000 bis 2.000 Euro. Umso erfreulicher fiel das Ergebnis aus: Für 5.600 Euro wanderte der Schmuck schließlich zu Susanne Steiger. Auch das zweite Schmuckstück der Sendung wusste zu glänzen - diesmal in kräftigem Blau. Der in den 1970er-Jahren gefertigte Ring mit Saphir, umliegenden Brillanten und einer Fassung aus Weißgold wurde auf 1.200 bis 1.400 Euro geschätzt. Susanne Steiger war der "phänomenale" Lady-Di-Ring glatte 1.000 Euro wert.

"Regenbogenmacher" bringt bei "Bares für Rares" Traumsumme

Danach wurde es deutlich weniger funkelnd, aber nicht minder interessant: Zwei Prägeplatten aus massivem Kupfer mit christlichen Motiven waren einst zur Herstellung von Medaillen verwendet worden. Ihr Schätzwert lag bei 100 bis 200 Euro.

Woher die Stücke ursprünglich stammten, blieb zwar ungeklärt, ihr künftiger Aufenthaltsort dagegen nicht. Der Nachkriegsfund aus dem späten 19. Jahrhundert wechselte für 130 Euro zu Anaisio Guedes. Bunt wurde es anschließend mit handbemalten Keramikarbeiten aus den 1960er-/70er-Jahren. Die Tafeln der Firma Ruscha sollten laut Expertise 300 bis 390 Euro erzielen. Benjamin Leo Leo machte schließlich für 160 Euro das Rennen.

Zum Finale ging den Beteiligten noch einmal ein besonderes Licht auf: Die ungewöhnliche Lampe zauberte einen Regenbogen an die Wand. "Ist das nicht schön?", freute sich Detlev Kümmel. "Ich bin der Regenbogenmacher." Auch bei der Expertise zeigte er sich treffsicher und setzte den Wert des Objekts bei 2.000 bis 3.000 Euro an. Die limitierte Leuchte im Industriedesign von Andrea Bellosi aus dem Jahr 1978 ließ auch im Händlerraum die Augen leuchten. Benjamin Leo Leo zahlte 2.300 Euro - und bescherte den beiden Verkäufern damit einen strahlenden Abschluss.

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