Kein Comeback für die Sussexes: Darum zog König Charles die Reißleine

König Charles lässt klarstellen, dass Harry und Meghan in England Privatpersonen sind. Der Zeitpunkt überrascht royale Beobachter keineswegs.
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König Charles hat den Status von Harry und Meghan erneut bekräftigt.
König Charles hat den Status von Harry und Meghan erneut bekräftigt. © imago/SOPA Images / Dinendra Haria / SOPA Images

Seit Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) Ende August nach England zurückgekehrt sind, vergeht kaum ein Tag ohne neue Entwicklungen. So stellte König Charles (77) erst am Montag klar, dass es sich bei den Sussexes auch künftig nicht um arbeitende Mitglieder der royalen Familie handeln wird, die offiziellen Pflichten nachgehen.

Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Lord Chamberlain im Namen des Monarchen verschickt hat. Über den Brief berichtete unter anderem die BBC. Der Lord Chamberlain ist der ranghöchste Palastbeamte.

Darum zog König Charles gerade jetzt die Reißleine

Zeitpunkt und Inhalt des königlichen Briefes dürften viele Royal-Beobachter dabei keineswegs überraschen. Denn das Schreiben fällt genau in die Zeit zwischen der Rückkehr von Harry und Meghan auf die Insel und dem Beginn ihrer öffentlichen Auftritte.

So zeigte sich etwa Prinz Harry kurz zuvor erstmalig seit seiner Rückkehr nach Großbritannien öffentlich. In London besuchte der jüngere Sohn von König Charles die Tower Bridge Studios, wie auch ein in der Zwischenzeit wieder verschwundener Instagram-Beitrag dokumentierte.

Für den Herbst erwartet unter anderem die britische BBC vermehrte öffentliche Auftritte des Paares, etwa bei Events ihrer Wohltätigkeitsorganisationen. Einen - derzeit noch etwas weiter in der Ferne liegenden - Höhepunkt der Sussex-Aktivitäten in England dürften die Invictus Games 2027 im Juli kommenden Jahres in Birmingham bilden. Die Invictus Games sind von Prinz Harry selbst mit ins Leben gerufen worden.

Interessenskonflikt wegen Geschäftstätigkeit

Über allem steht wohl nach Einschätzung britischer Medien die Befürchtung der Krone, Harry und Meghan könnten durch ihren Umzug nach Großbritannien doch noch innerhalb der britischen Monarchie den Status erhalten, den sie sich ursprünglich einmal gewünscht hatten: "halb drin und halb draußen", wie es die "Daily Mail" formuliert.

Genau das war Harry und Meghan im Rahmen des sogenannten Sandringham-Abkommens nicht zugestanden worden. So heißt es auch im aktuellen Schreiben des Lord Chamberlain: "Es ist allgemein bekannt, dass der Herzog und die Herzogin im Januar 2020 von repräsentativen Aufgaben im Namen des Souveräns zurückgetreten sind und keine arbeitenden Mitglieder der königlichen Familie mehr sind."

Vermieden werden soll hier letztlich aus Sicht des Königshauses auch ein Interessenskonflikt. Denn die Sussexes sind als Privatpersonen geschäftlich tätig. So betreibt Herzogin Meghan ihre Lifestyle-Marke As Ever. Doch solcherlei privatwirtschaftliche Interessen lassen sich mit offiziellen royalen Pflichten nicht vereinbaren.

Nicht von ungefähr heißt es daher weiter im gestrigen Schreiben: "Die wohltätige Arbeit des Herzogs und der Herzogin ist eine persönliche Angelegenheit der beiden und wird in ihrer privaten Eigenschaft ausgeübt."

Daneben und damit einhergehend bleiben Harry und Meghan auch die Anreden HRH, also His und Her Royal Highness, weiterhin verwehrt.

Harry und Meghan von Brief "etwas überrascht"

Harry und Meghan sollen indes vom königlichen Brief "etwas überrascht" worden sein, erklärte ein Sprecher des Paares gegenüber der BBC. Die Überraschung bezog sich darauf, "dass man ihnen dies nicht im Voraus mitgeteilt hatte".

Royale Quellen hielten dagegen, dass das Paar sehr wohl über das Schreiben und dessen bevorstehende Veröffentlichung informiert worden sei, allerdings mit der verhältnismäßig kurzen Vorwarnzeit von einer Stunde.

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