Katja Burkard rudert nach Aussagen über RTL-Kündigungswelle zurück
Seit fast 30 Jahren gehört Katja Burkard (60) zum festen Inventar von RTL. Als Gesicht des Mittagsmagazins "Punkt 12" hat die Moderatorin schon viele Höhen und Tiefen des Senders miterlebt. Doch was sie im Podcast "Zwischen den Zeilen" von Bettina Böttinger (69) über die aktuelle Kündigungswelle erzählte, ging offenbar zu weit - und zwingt sie nun zu einer öffentlichen Richtigstellung.
In dem Gespräch hatte Burkard den Tag der massenhaften Stellenstreichungen als "einen der schwärzesten Tage in der Geschichte von RTL" beschrieben. Sie schilderte, wie zwischen 14 und 16 Uhr Hunderte Mitarbeitende E-Mails erhielten - und damit Entscheidungen über ihre berufliche Zukunft. Die Moderatorin sprach von "ganz, ganz schrecklichen" Zuständen: "Leute sind zusammengeklappt", berichtete sie. Auch von "Rettungswagen-Einsätzen" war die Rede.
Burkard korrigiert sich auf Instagram
Doch genau diese Darstellung nimmt Burkard jetzt zurück. In einem Instagram-Video wendet sie sich direkt an ihre Followerinnen und Follower und räumt ein: "Da ist mir etwas passiert, was man nicht machen sollte, und als Journalistin schon dreimal nicht - nämlich etwas weitererzählen, was man selbst nicht gesehen hat." Konkret bezieht sie sich dabei auf die behaupteten Krankenwageneinsätze und zusammengebrochenen Mitarbeiter. Ihr Urteil über die eigenen Worte fällt unmissverständlich aus: "Das ist nicht wahr und das möchte ich hier nochmal ganz deutlich klarstellen." Mit dem Versprechen "Das wird mir sicher nicht noch mal passieren" beendet sie ihre Entschuldigung.
Für die ehrliche Korrektur erhält Burkard in den Kommentaren viel Zuspruch. "Sowas ist nur menschlich. Sie sind eine top Journalistin", schreibt eine Followerin. An anderer Stelle heißt es: "Hab den nicht gehört bzw. kenne den Podcast auch nicht. Aber sowas passiert, umso stärker, dass du diesen Fehler hier richtigstellst."
RTL im Umbruch - Kritik von vielen Seiten
Unabhängig von Burkards Richtigstellung bleibt die Lage bei RTL angespannt. Im Zuge einer Neuausrichtung wurde Ende des vergangenen Jahres ein weitreichender Stellenabbau sowie die Absetzung der Magazine "Gala" bei RTL und "Prominent" bei VOX mitgeteilt. Auch die Morgenmagazine "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" werden bei RTL eingestellt.
Burkard hatte im Podcast auch die grundsätzliche Sorge geäußert, dass die Branche heute weniger Auffangmöglichkeiten biete als früher: "Das lineare Fernsehen ist ja auch so ein bisschen vom Aussterben bedroht", sagte sie. Anfang der 2000er-Jahre seien Entlassene noch zu Konkurrenzsendern oder Produktionsgesellschaften gewechselt - heute sei die Lage eine andere.
Auch andere Sendergesichter melden sich zu Wort
Burkard ist nicht die Einzige, die sich öffentlich zur Umstrukturierung äußert. Moderatorin Annika Lau verabschiedete sich mit emotionalen Zeilen von ihrem Magazin "Gala". Kollegin Elena Bruhn warnte davor, dass mit den Einschnitten "Erfahrung, Wissen und journalistische Substanz verloren gehen". Auch Moderatorin Janin Ullmann meldete sich via Instagram zu Wort. Sie schrieb zu einem Screenshot der "Gala"-Abschiedssendung: "Danke an alle Kolleginnen und Kollegen für die schönste Zeit. Das tut weh heute."
Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur spot on news. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de
