Katarina Witt schimpft über Corona-Politik und beklagt mangelnde Öffnungsperspektive

Die ehemalige Eiskunstläuferin und Unternehmerin Katarina Witt hat genug von der Ungleichbehandlung im Lockdown. Nach einem emotionalen Facebook-Post sprach sie in der Talkshow von Maybrit Illner über die Schließungen und beklagte am Dienstagabend im rbb die mangelnde Öffnungsperspektive.
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Katarina Witt übt Kritik an den Lockdown-Maßnahmen und fordert mehr Perspektiven für Kleinunternehmer.
Katarina Witt übt Kritik an den Lockdown-Maßnahmen und fordert mehr Perspektiven für Kleinunternehmer. © imago images/Sven Simon

Seit Monaten befindet sich Deutschland im zweiten harten Corona-Lockdown. Immer mehr Menschen, darunter auch einige Promis, fordern mehr Perspektiven von der Politik. Auch Katarina Witt hat schon mehrmals öffentlich ihren Unmut über die aktuelle Situation geäußert.

Kati Witt beklagt mangelnde Öffnungsperspektive

Das Jahr mit dem Coronavirus hat tiefe Spuren in der Gesellschaft hinterlassen, sagte Witt am Dienstagabend (16. März) in der rbb-Sendung "Wir müssen reden". Die Ex-Sportlerin beklagte: "Wir sitzen in einem Boot" sei einfach "nicht der Fall". Als Betreiberin eines Fitnessstudios in Potsdam fehle es ihr an einer Öffnungsperspektive.

Die Olympiasiegerin im Eiskunstlauf will nicht nur für die Branche der Sport- und Fitnessstudios sprechen. Sie weise lediglich stellvertretend für viele Wirtschaftsbereiche auf die Ungleichbehandlung hin: "Sie haben Unternehmer, Sie haben Branchen, die verdienen seit zwölf Monaten kein Geld, haben Kosten und die Hilfen, die kommen einfach nicht. Und baden tatsächlich das Missmanagement unserer Politik aus." Laut Witt sei man von dem Gefühl "Wir schaffen das" weit entfernt.

Katarina Witt fordert mehr Zusammenhalt: "Es ist so absurd"

In einem emotionalen Facebook-Post vom 8. Februar schrieb sie über ihre Sorgen und die Ungleichbehandlung in der Wirtschaft: "Die Branchen dürfen nicht gegeneinander aufgebracht werden! Friseure gegen Nagelstudios, therapeutisches Training gegen Sportstudios, Bundesliga gegen lokalen Sportverein. [...] Es ist so absurd! Und es macht mich wütend!"

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Kritik an Lockdown-Politik: "Es muss ein Konzept geben, das fair ist"

Am 18. Februar war Katarina Witt zu Gast in der Talkshow "Maybritt Illner" und legte in ihrer Kritik an der Lockdown-Politik noch einmal nach. "Ich verstehe, dass die Menschen immer verzweifelter werden, denn es geht ums nackte Überleben", sagte sie in der Sendung. Von der Politik fordert sie vor allem mehr Zukunftsperspektiven, wie etwa einen Plan für weitere Lockerungen. "Es muss ein Konzept geben, das fair ist. Ein kleiner Betrieb kann genauso gute Hygienekonzepte entwickeln wie ein großer", erklärte sie weiter.

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Sie sei allerdings keine Corona-Leugnerin und auch nicht gegen den Lockdown, stellte sie auf Facebook und in der Sendung klar. Ihrer Meinung nach untergrabe die Politik jedoch die Verantwortung der Bürger und traue ihnen zu wenig zu. Deshalb habe sie öffentlich Stellung bezogen.

Für ihre deutlichen Worte erntet Katarina Witt in den sozialen Medien viel Zuspruch. "Liebe Katarina Witt, sehr gut, ausführlich und differenziert beschreiben Sie die Situation", schreibt ein Follower. Auf Facebook haben über 48.000 Menschen das Posting der ehemaligen Eiskunstläuferin kommentiert und sich für ihre offenen Worte bedankt.

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