Karl Dall gesteht bei Lanz: "Ich traue mich kaum noch raus"

Vergewaltigungsvorwürfe und Verdunklungsgefahr - Karl Dall hat bei Markus Lanz nochmals über die Geschehnisse gesprochen.
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Schauspieler und Comedian Karl Dall in der ZDF-Talkshow "Lanz"
ZDF/Markus Hertrich Schauspieler und Comedian Karl Dall in der ZDF-Talkshow "Lanz"

Vergewaltigungsvorwürfe und Verdunklungsgefahr - Karl Dall hat bei Markus Lanz nochmals über die Geschehnisse gesprochen.

Hamburg - Als Moderator Markus Lanz (44) in seiner ZDF-Talkshow den deutschen Comedian Karl Dall (72) am Mittwochabend mit der Frage begrüßt, warum er sich für diesen öffentlichen TV-Auftritt trotz der Vergewaltigungsvorwürfe entschieden habe, antwortet der gebürtige Ostfriese, dass seine Anwälte ihm geraten hätten, an die Sache "mit seiner Eigenironie ranzugehen". Und so versucht der Entertainer mit Kult-Status zwar an seine Talente anzuknüpfen, aber es fällt ihm schwer: "Ich bin sehr menschenscheu geworden" und "traue mich im Moment kaum noch raus."

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"Auf immer und ewig werde ich nun als 'Vergewaltiger' gebrandmarkt sein", sagt Dall und erinnert an die Fälle Türck und Kachelmann: Eine Schweizer Journalistin behauptet, Dall hätte sie in seinem Hotelzimmer vergewaltigt, woraufhin der Schauspieler in U-Haft kommt. Trotz seiner Entlassung nach vier Tagen laufen die Ermittlungen gegen ihn auf Hochtouren. In Interviews mit den Zeitungen "Bild", "Blick" und "Zeit" wehrt sich der Beschuldigte gegen die Vorwürfe einer Frau, die auch schon Udo Jürgens und Jürgen Drews gestalkt haben soll.

"Ich bin in eine Falle getappt" betont der Wahl-Hamburger immer wieder. Alles begann im August 2013, als die 43-Jährige per E-Mail Kontakt zu dem berühmten TV-Clown aufgenommen hat, der zu dieser Zeit mit seinem Stück "Der Opa" durch die Schweiz tourte und auf Promotion angewiesen war. "Sie klang zunächst vernünftig, nicht unsympathisch", erklärt er in der aktuellen Ausgabe der "Zeit". Irgendwann habe sie angefangen, ihm "erotische Sachen" zu schreiben: "Pubertäre Scheiße. Mir wurde das zu viel. Ich hab dann alles gelöscht und abgeblockt."

Von seinen "schlüpfrigen Bemerkungen" im Zuge dieses Schriftverkehrs, die er im Gespräch mit der Schweizer "Blick" zugegeben hat, spricht Dall bei "Lanz" nicht mehr. Aber er berichtet von dem Telefonterror, dem vor allem seine Tochter Janina (39) ausgesetzt gewesen sein soll: "Die Frau verlangte von ihr, dass sie mit meiner Frau spricht, dass ich meine Frau verlassen und in die Schweiz ziehen solle." Irrwitzig mutet die Geschichte an und so dachte der Spaßvogel Dall angeblich auch, er sei bei "Verstehen sie Spaß?", als die Handschellen am 3. November klickten.

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