Juncker verrät: Das war der Grund für Merkels Zitter-Anfälle

Das Zittern der Kanzlerin bewegte im Sommer 2019 die ganze Nation. War sie nach 14 Jahren im Amt am Ende ihrer Kräfte? Ex-EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker erzählt in einer neuen Doku über Angela Merkel, was hinter ihren Anfällen steckte.
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Angela Merkel presst die Hände zusammen, während ihre Beine zittern
Angela Merkel presst die Hände zusammen, während ihre Beine zittern © dpa/Michael Kappeler

Es sind Szenen, die viele Bürger rührten. Was war bloß mit Angela Merkel im Sommer 2019 los? Mehrmals wurde die Bundeskanzlerin bei öffentlichen Terminen im Stehen von heftigen Zitteranfällen erfasst. Eine offizielle (medizinische) Ursache nannte Merkel, die am Samstag 67 wird, nie.

Betrachter blieben fassungslos zurück. Über Erschöpfung, mangelnde Flüssigkeitszufuhr, eine allergische Reaktion oder gar über eine ernste Krankheit wurde spekuliert. Die Sorge um die Kanzlerin und ihr Gesundheitszustand war DAS Thema.

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Angela Merkel: Drei Zitteranfälle in drei Wochen

Erstmals erlitt Angela Merkel in der Öffentlichkeit einen Zitteranfall, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfangen wurde. Doch dabei blieb es nicht. Bei mehreren Auftritten bebte Merkels Körper unkontrolliert. Die Folge: Sie absolvierte Termine eine zeitlang nur noch im Sitzen. "Es geht mir gut", versicherte Merkel damals lediglich. Näher ging Merkel, die mittlerweile fast 16 Jahre Kanzlerin ist, nicht auf ihren Zustand ein.

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Merkel-Doku: Juncker über das Zittern der Kanzlerin 

In einer neuen RTL-Doku äußert sich jetzt aber ihr ehemaliger ständiger politischer Begleiter. Ex-EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker spricht über das erste Treffen nach Merkels zweitem Zitteranfall. Die Kanzlerin habe zu ihm gesagt, "sie habe jetzt Angst, dass das immer wieder passiert", so Juncker. Dass sie die Staatsgäste sitzend begrüßte, habe sie "sehr gestört".

Juncker: "Eine latente Übermüdung" war Ursache der Zitteranfälle

In der Doku "Angela Merkel – ihr Weg, ihre Geheimnisse & ihre Zukunft" nennt Juncker auch den Grund für Merkels Zittern. Die Anfälle seien nicht auf "psychische, mentale Gründe" zurückzuführen gewesen, sondern auf "eine latente Übermüdung", so Juncker. "Diese Frau hat 17, 18 Stunden pro Tag gearbeitet, das halten auch gestandene Männer nicht aus." An Merkels körperlicher Belastbarkeit hat der 66-Jährige keine Zweifel: "Ich habe sie in vielen nächtlichen Sitzungen erlebt, da war sie putzmunter."

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