Jürgen Klopp als Bundestrainer? Wäre eine "sehr reizvolle Aufgabe"

Wird Jürgen Klopp nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann der neue Bundestrainer? Kloppo bestätigt, dass es Gespräche gibt - und dass ihn der Job sehr interessieren würde.
von  (wue/spot)
Jürgen Klopp könnte nach dem frühen WM-Aus der DFB-Elf der neue Bundestrainer werden.
Jürgen Klopp könnte nach dem frühen WM-Aus der DFB-Elf der neue Bundestrainer werden. © imago images/APress/A-way!/Ulrike Blitzner

Nach dem frühen Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM 2026 war für die Allgemeinheit gewissermaßen klar, dass Julian Nagelsmann (38) wohl als Bundestrainer ausscheiden wird. Nach dem Rücktritt Nagelsmanns gilt Jürgen Klopp (59) als Topfavorit auf die Nachfolge. Nachdem schon der Deutsche Fußball-Bund Gesprächsbereitschaft signalisiert hatte, meldet sich Kloppo, wie er gerne genannt wird, selbst zu Wort - und gibt zu, dass der Job ihn interessieren würde.

Für Klopp jetzt "keine ganz einfache Situation"

Klopp, von dem 2024 bekannt wurde, dass er nach langjähriger Trainertätigkeit zu Red Bull geht, kann sich offenbar vorstellen, den Energy-Drink-Riesen wieder zu verlassen und Bundestrainer zu werden. "Ja, es haben tatsächlich Gespräche begonnen und ich denke einfach, es macht jetzt Sinn, dass ich, die Person, über die jetzt sehr viel geredet wurde, auch mal was dazu sagt", erklärt Klopp im Gespräch mit dem zu Red Bull gehörenden Sender "ServusTV". Es sei "keine ganz einfache Situation".

Er arbeite sehr gerne für Red Bull, berichtet Klopp. Und er arbeite seit etwa zwei Jahren mit Menschen sehr eng zusammen, die er in dieser Zeit sehr gut kennengelernt habe. Das wolle er nicht einfach aufgeben. "Auf der anderen Seite steht eine sehr, sehr reizvolle Aufgabe, eine sehr wichtige Aufgabe mit dem Job des Nationaltrainers [...]", führt Klopp aus. "Das interessiert mich schon auch", gibt er zu.

Kloppo glaubt, dass Red Bull, die zustimmen müssten, ihn ziehen lassen würden. "Aber das wäre jetzt ein bisschen vorgegriffen", sagt der 59-Jährige. Nach dem WM-Aus der DFB-Elf gegen Paraguay hätten sich "die Ereignisse mehr oder weniger überschlagen", sagt Klopp. Sein Statement sei dazu gedacht, um zu bestätigen: "Ja, es ist nicht alles Blödsinn, was da draußen geschrieben wird, aber es steckt auch noch alles in den Kinderschuhen. Es wird schon noch einen Moment dauern." Wichtige Gespräche würden aber geführt.

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Nagelsmann macht Weg frei für "unbelasteten Neuanfang"

Kürzlich war offiziell mitgeteilt worden, dass Nagelsmann zurücktritt. "Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen", hieß es in einem Statement Nagelsmanns, das unter anderem über die DFB-Instagram-Kanäle verbreitet wurde. Die Nationalmannschaft habe "nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient".

Schon vor Jahren hatte es Gerüchte gegeben, dass Kloppo Julian Nagelsmann angeblich nach dem Job trachte. Bei seiner Vorstellung bei Red Bull Anfang 2025 hatte Klopp laut Berichten bereits erklärt, dass es keine Ausstiegsklausel und keine Absprachen gebe, sollte die Stelle als Bundestrainer frei werden.

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