Judi Dench will nach einer Vorstellung in ihrer Garderobe sterben

Judi Dench will auch mit 91 Jahren von Rente nichts wissen. Außerdem hasst sie es, als "Nationalheiligtum" bezeichnet zu werden, wie sie nun verriet.
von  (hub/spot)
Judi Dench ist unter anderem aus den James-Bond-Filmen bekannt.
Judi Dench ist unter anderem aus den James-Bond-Filmen bekannt. © imago images/News Licensing / Adrian Sherratt

Sie ist eine der legendärsten britischen Schauspielerinnen. Dame Judi Dench (91) hat nun jedoch verraten, dass sie es nicht leiden könne, als "Nationalheiligtum" bezeichnet zu werden. Sie sagte laut "The Times": "Ich verabscheue es. Das lässt mich wie ein verstaubtes altes Relikt klingen, das zusammen mit ein paar Dinosaurierfossilien und einem zerbrochenen römischen Schild ganz hinten im Schrank verstaut wurde."

Die 91-Jährige, die in den James-Bond-Filmen von "GoldenEye" (1995) bis "Spectre" (2015) in der Rolle der "M" zu sehen war, hat auch nicht vor, kürzerzutreten. Dem Bericht zufolge erklärte Judi Dench, sie möge es nicht, ständig gefragt zu werden, wann sie in Rente gehen werde. "'In Rente gehen', 'Vintage', 'alt' - lasst uns diese Wörter verbannen. Ich möchte wie Newton Blick sein, der nach einer Vorstellung in seiner Garderobe starb. Ich möchte zu den Frauen gehören, die sich mit 100 aus Flugzeugen stürzen."

Judi Dench leidet an Augenerkrankung

Die Schauspiellegende und Oscarpreisträgerin startete ihre Karriere bereits in den 1950er Jahren. Seit 2012 leidet sie an altersbedingter Makuladegeneration, die zu einem Verlust des zentralen Sehvermögens führt.

"Ich musste mir eine andere Methode zum Auswendiglernen von Texten suchen, denn selbst mit vergrößertem Drehbuch habe ich Schwierigkeiten", sagt sie über die Auswirkungen auf ihren Beruf. "Dadurch ist mir klar geworden, dass ich ein fotografisches Gedächtnis habe, und wenn ich die Anordnung der Wörter auf der Seite nicht sehen kann, wird es für mich wirklich schwierig. Freunde helfen mir jetzt, und sofern ich im Voraus genügend Zeit zur Vorbereitung bekomme, schaffe ich es irgendwie, mich durchzuschlagen."

Über die Folgen ihrer Erkrankung hatte Dench schon zuvor gesprochen. Laut eigenen Angaben hat sich ihr Sehvermögen inzwischen so stark verschlechtert, dass sie weder Fernsehen schauen noch lesen oder Gesichter erkennen kann. In einem Interview mit ITV News erklärte Dench auf die Frage, warum sie nicht mehr so oft auf der Bühne oder vor der Kamera stehe: "Weil ich nichts mehr sehen kann."

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