Jolie, Smith und Co.: Der Familienname als Karrieresprungbrett

Wo manch hoffnungsvoller Nachwuchsschauspieler um winzige Statistenrollen kämpft, müssen sie in der Regel nur ihren Familiennamen nennen, um Top-Angebote der Traumfabrik zu bekommen. Der Nachwuchs berühmter Stars hat es sicherlich leichter, eine Karriere als Schauspieler zu beginnen - doch ist das auch stets von Vorteil?
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Angelina Jolie und Töchterchen  Vivienne gemeinsam vor der Kamera
Disney Enterprises, Inc. Angelina Jolie und Töchterchen Vivienne gemeinsam vor der Kamera

Als Spross berühmter Eltern scheint man in der Karriereplanung doch recht eingeschränkt: Ähnlich wie bei Kindern, die genötigt werden, den Familienbetrieb zu übernehmen, wenn der Senior in Rente geht, wirkt auch der Lebensweg von Schauspielerkindern oftmals prädestiniert. In der Folge dürfen sie sich dann zumeist den Vorwurf anhören, nur wegen ihrer prominenten Eltern überhaupt Angebote bekommen zu haben.

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Jüngstes Beispiel für dieses Phänomen ist Vivienne Jolie-Pitt. Das Töchterchen von Angelina Jolie (38) und Brad Pitt (50) feierte unlängst sein Schauspieldebüt im Alter von nur fünf Jahren und entzückt dabei vor allem Großvater Jon Voight (75), seines Zeichens - wie nicht anders zu erwarten - erfolgreicher Schauspieler. Die Nachrichtenagentur spot on news blickt auf die berühmtesten Schauspielfamilien der letzten Jahrzehnte und zeigt, dass nicht jedem automatisch alle Türen offen stehen - ganz im Gegenteil.

Eine Schmiede herausragender Darsteller ist die Familie Fonda. Der 1982 verstorbene Henry Fonda etablierte sich mit dem Erfolgsfilm "Früchte des Zorns" als einer der größten Charakterdarsteller seiner Generation. In keinerlei Hinsicht nach stehen ihm seine beiden Kinder, Peter (74) und Jane Fonda (76). Beide wirkten gemeinsam in über 80 Hollywood-Produktionen mit, darunter so zeitlose Klassiker wie Dennis Hoppers "Easy Rider" aus dem Jahr 1969.

Jane Fonda war zuletzt 2013 in dem durchwegs gefeierten Drama "Der Butler" vor der Kamera gestanden. Damit hat es sich aber noch nicht: Auch Bridget Fonda (50), Tochter von Peter, verschlug es ins Schauspielfach. Ihre erste bedeutende Rolle ergatterte sie dabei in Francis Ford Coppolas (75) dritten Teil von "Der Pate". Freilich half die berühmte Herkunft, bei den durchweg großen Talenten der Fonda-Sippe wäre es aber sicherlich falsch, den jeweiligen Erfolg nur an dem klangvollen Nachnamen festzumachen.

Auch im Hause Douglas herrscht eine lange Film-Tradition, wenn auch mit stark unterschiedlichem Erfolg. Der 1916 geborene Kirk Douglas (97) drehte letztmals 2008 und kann auf eine über 60 Jahre lange Karriere in der Traumfabrik zurückblicken. Sohn Michael (69) kann einen ähnlich unglaublichen Werdegang wie sein berühmter Vater nachweisen. Er feierte 1966 mit 22 Jahren sein Debüt in "Schatten des Giganten" und dreht auch heutzutage noch gut und gerne einen Blockbuster pro Jahr, zuletzt als schriller Künstler "Liberace". Sein Sohn Cameron Douglas (35) hingegen gilt als schwarzes Schaf der Familie.

Zwar standen die drei Generationen sogar für den Film "Es bleibt in der Familie" gemeinsam vor der Kamera, seit 2009 muss sich der Enkel von Kirk aber erst einmal keinen Kopf um die Karriereplanung als Schauspieler machen: Wegen Drogenbesitzes in einem besonders schweren Fall wurde er zunächst zu fünf Jahren Haft verurteilt, welche später gar auf zehn Jahre verlängert wurden. Damit kommt er frühestens 2020 wieder auf freien Fuß. Cameron, so scheint es, konnzr dem oftmals gnadenlosen Showgeschäft nicht standhalten und glitt in die Kriminalität.

Nicht minder große Sorgen dürfte sich wohl Ramon Estevez, besser bekannt als Martin Sheen (73), um seinen Sohn machen. Der Hauptdarsteller aus Francis Ford Coppolas Kriegs-Meisterwerk "Apocalypse Now" sowie zahlreicher anderer Filme kann schließlich beinahe minütlich neue Skandale um seinen Sohn Charlie (48) nachlesen. Als Trunkenbold in der Erfolgsserie "Two And A Half Men" mauserte er sich dennoch zum zwischenzeitlich bestbezahltesten Seriendarsteller.

Seine Karriere begann er aber ähnlich seriös wie sein berühmter Vater: In Oliver Stones Kriegsdrama "Platoon" stand er der Leistung seines alten Herren in nichts nach. Deutlich braver, aber auch ungleich erfolgsloser zeigt sich da Bruderherz Emilio Estevez (51). Er war zuletzt 2010 auf der Leinwand zu sehen, in dem von ihm selbst produzierten Film "Dein Weg". Ob er sich vielleicht auch Sheen hätte nennen sollen?

Auch in Deutschland scheint gerade eine brandneue Schauspielfamilie heranzuwachsen. Nach Uwe Ochsenknecht (58) und seinen Söhnen Jimmy Blue (22) und Wilson Gonzalez (24) schickt sich unlängst Til Schweiger (50) an, der Leinwand einige Nachwuchs-Talente zu spendieren. Alle drei Töchter Luna (17), Lilli (15) und Emma (11) haben bereits einschlägige Erfahrungen im Film-Business und wirkten etwa im Erfolgshit "Keinohrhasen" an der Seite von Vater Til mit. Ob ihnen damit aber zwangsläufig auch eine längere Karriere beschienen ist, bleibt abzuwarten, als optimales Sprungbrett in die Branche diente der Name Schweiger in diesem Fall aber allemal.

Mit aller Macht scheint derzeit Will Smith (45) seine Kinder im Filmgeschäft etablieren zu wollen. Der berühmte Rapper und Darsteller aus Blockbustern wie "Independence Day" oder der "Men In Black"-Reihe drehte bereits drei Filme mit seinem erst 15-jährigen Sohn Jaden, darunter "Das Streben nach Glück" oder zuletzt den von Kritikern zerrissenen "After Earth".

Ohne dem stets etwas zerknirscht dreinblickenden Jaden jegliches Talent absprechen zu wollen, ist es sicherlich keine allzu gewagte These, zu behaupten, dass er wohl nie in das Rennen um einen Oscar einsteigen wird. Auch die 2000 geborene Tochter Willow war bereits an der Seite ihres berühmten Daddys zu sehen, nämlich im Endzeit-Streifen "I Am Legend". Beide Smith-Sprösslinge sind zudem auch als Musiker unterwegs - sicherlich sehr zur Freude von Vater Will.

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