"Joker"-Produzent Jason Cloth wegen Betrugs festgenommen

Einem Hollywood-Filmproduzenten wird vorgeworfen, Kunden um mehr als 100 Millionen Dollar betrogen zu haben. Jason Cloth (60) aus Beverly Hills, Kalifornien, wurde in einer Anklageschrift, die vor dem US-Bezirksgericht in Chicago veröffentlicht wurde, wegen sieben Fällen von Telekommunikationsbetrug angeklagt.
Mutmaßlicher Betrug zwischen 2019 und Juni 2026
Nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft in Chicago wurde er am Dienstag, dem 28. Juli, in Los Angeles festgenommen.
Der Produzent, zu dessen Filmografie der Oscar-prämierte "Joker" (2019) gehört, leitete die in Kanada ansässige Creative Wealth Media Finance Corp und soll verschiedene Kunden - darunter einen Anlageberater aus Illinois - dazu aufgefordert haben, mit Mitteln, die eigentlich für eine Investitionsplattform im Bereich Gaming-Unterhaltung und einen Kinofilm vorgesehen waren, in seine Produktionsfirma zu investieren. Der mutmaßliche Betrug ereignete sich zwischen 2019 und Juni 2026.
Staatsanwaltschaft will mindestens 12,25 Millionen Dollar einziehen
"Cloth hat in betrügerischer Weise über 100 Millionen Dollar von dem Anlageberater aus Illinois, dessen Kunden und anderen Anlegern eingeworben und erlangt ... auf der Grundlage falscher Angaben zur Wertentwicklung und zum Wert der Anlagen", heißt es in der Anklageschrift. "Cloth wusste zum Zeitpunkt der Investitionen, dass er das Geld für andere Zwecke verwenden würde, darunter die Entwicklung eines Immobilienprojekts in Kanada und für andere persönliche Zwecke."
Die Staatsanwaltschaft beantragt die Einziehung von mindestens 12,25 Millionen Dollar.
Schneeballsystems nach "Ponzi-Schema"
Cloth soll das sogenannte "Ponzi-Schema" betrieben haben, indem er einen Teil der Gelder der Anleger zur Rückzahlung früherer Anleger verwendete, statt echte Gewinne zu erwirtschaften. Benannt ist das Schneeballsystem nach Charles Ponzi (1882-1949), der in den 1920er-Jahren in den USA mit diesem System berühmt-berüchtigt wurde.
Jeder Anklagepunkt kann bis zu 20 Jahren Haft bedeuten
Am Dienstag erschien er erstmals vor dem US-Bezirksgericht in Los Angeles. Jeder Anklagepunkt ist laut Staatsanwaltschaft mit bis zu 20 Jahren Haft strafbar. Wer möglicherweise Opfer von Cloths mutmaßlichem Betrug geworden ist, wird gebeten, sich an die Außenstelle des FBI in Chicago zu wenden.
Laut "IMDb" ist Cloth außerdem als Produzent bei "Longlegs" (2024), "Ghostbusters: Afterlife" (2021), "Monkey Man" (2024), "Babylon" (2022) und "The Ministry of Ungentlemanly Warfare" (2024) aufgeführt.