Johann Lafer wehrt sich gegen Spekulationen um Krebserkrankung
Johann Lafer will sich nicht unterkriegen lassen. Obwohl der 68-Jährige an Krebs erkrankt ist und inzwischen mehrere Chemotherapien hinter sich hat, verzichtet er nicht auf öffentliche Termine. Momentan arbeitet der Starkoch mit der Lufthansa als Berater zusammen und plant zeitnah Kulinarik-Reisen mit Nicko Cruises. Wie schafft er dieses hohe Arbeitspensum trotz Krankheit und wie schreitet seine Behandlung voran?
Johann Lafer wehrt sich: "Ich habe keine Metastasen"
Sechs Zyklen Chemotherapie musste Johann Lafer in den vergangenen Wochen über sich ergehen lassen. Das sei "kein Spaziergang", wie er in einem aktuellen Interview betont. "Doch es gibt mittlerweile keine andere Möglichkeit mehr", sagt er zur Süddeutschen Zeitung. "Das Problem ist, dass es so viele Varianten von diesem Lymphdrüsenkrebs gibt und man nicht von vornherein genau sagen kann, welche Behandlung die richtige für einen ist." Trotz der Strapazen zeigt sich der gefeierte Koch zuversichtlich.
Über Johann Lafers Gesundheitszustand wurde viel spekuliert. Gegen eine Aussage wehrt er sich nun öffentlich und erklärt: "Ich habe keine Metastasen, das kann ich so also nie gesagt haben." Details über seine "persönliche und familiäre Situation und alle ärztlichen Entscheidungen" will der 68-Jährige weiterhin für sich behalten. "Ich muss mit mir und meiner Psyche im Einklang sein."
Trotz Krebserkrankung: Starkoch will nicht auf Arbeit verzichten
In dieser herausfordernden Zeit auf seine Arbeit verzichten kann sich Lafer nicht vorstellen. Ob auf Events, im Büro oder in der Buchhaltung – für den Starkoch gibt es viel zu tun. "Ich wollte gerne weiterarbeiten und kann es auch. Deswegen habe ich so gut wie keine Termine abgesagt. Die Arbeit tut mir gut." Dennoch versucht er, auf seinen "Körper zu hören" und auch mal "Verantwortung abzugeben".
Dass Johann Lafer kürzlich seinen Geschmackssinn verloren hatte, machte ihm seinen Beruf nicht leichter. Inzwischen kann der Gastronom aber Positives vermelden: "Viele der Nebenwirkungen haben sich [...] abgemildert, auch mein Geschmack ist zurückgekommen", freut sich der 68-Jährige im Interview. "Bei Parmaschinken-Verkostungen kann ich schon wieder 'zu salzig' ankreuzen. Für mich als Koch ist das ja entscheidend, daher habe ich diesen Verlust wohl als noch extremer empfunden."
Markanter Schnurrbart ist weg: Johann Lafer sieht darin Vorteile
Auch optisch hat sich der Starkoch durch seine Erkrankung stark verändert. Durch den Haarausfall aufgrund der Chemotherapien ist etwa sein markanter Schnurrbart verschwunden. Für Lafer ist das aber kein großes Problem, wie er betont. Er erkennt darin sogar Vorteile: "Ohne Bart und mit Mütze werde ich plötzlich nicht mehr erkannt. Das lässt mich zurzeit Dinge erleben, bei denen ich mir vorher dreimal überlegt hätte, ob ich sie mache. Ich bin ja so ein Trödelfreak und war vor Kurzem auf einem Flohmarkt in Hamburg. Dort konnte ich stundenlang ungestört spazieren gehen, schauen und mich unterhalten, ohne Johann Lafer zu sein." Scheint so, als habe sich Johann Lafer mit seiner Erkrankung gut arrangiert.
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