Johann Lafer ist an Krebs erkrankt und blickt zurück: "Nicht der richtige Weg"

Der an Krebs erkrankte Johann Lafer lässt die Vergangenheit Revue passieren. Was er heute seinem jüngeren Ich raten würde...
von  Max Häussler
Vor wenigen Tagen in München: Die Behandlung ist Johann Lafer inzwischen auch äußerlich anzusehen.
Vor wenigen Tagen in München: Die Behandlung ist Johann Lafer inzwischen auch äußerlich anzusehen. © ABR-Pictures/W. Breiteneicher

Wenige Tage nach seinem "ZDF-Fernsehgarten"-Auftritt im Mai machte Johann Lafer seine Krebserkrankung öffentlich. In der Sendung von Andrea Kiewel zeigte er sich deutlich verändert. Der AZ verriet Lafer, dass er trotz der körperlichen Auswirkungen nicht daran denkt, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Jetzt blickt der berühmte TV-Koch zurück und gibt weise Ratschläge.

Krebskranke Johann Lafer betont: "Gewisses Selbstbewusstsein beibehalten"

Johann Lafer warnt davor, die eigene Selbstsicherheit zu verlieren. Er betont, "dass man sich ein gewisses Selbstbewusstsein beibehalten soll". Dabei blickt der Fernsehkoch im Gespräch mit der Zeitschrift "Rolling Pin" auf sein 18-jähriges Ich und frühere Entscheidungen zurück. Aus seinen eigenen Erfahrungen kann Lafer raten, man solle "sich nicht zu sehr an irgendwelche Trends, Moden oder offizielle Vorgaben" richten. "Ich stelle immer wieder fest, wenn man seinem eigenen Ich eine große Freiheit gibt, wenn man sich nicht zu sehr beeinflussen lässt, dass das oft sehr, sehr gut ist. Weil man ja auch in sich ein Gefühl trägt und dieses Gefühl auch verkörpert", meint der 68-Jährige.

"Mach das nicht": Was Johann Lafer rät

Ob Lafer dabei an konkrete Momente denkt, aus denen er im Nachhinein lernen konnte, lässt der TV-Koch im Interview offen. Er meint: "Man lässt sich so oft von diesem Gefühl abbringen. Und das kann ich nur aus meiner langjährigen Erfahrung sagen: Mach das nicht immer." Der Österreicher spricht von dem "persönlichen USP" – also einem Alleinstellungsmerkmal –, das "man ja braucht, um ein Ich zu sein". Dieses solle man für "sich befürworten" und "sich bewahren".

TV-Koch Johann Lafer im Februar dieses Jahres – damals noch wie gewohnt mit Schnauzer.
TV-Koch Johann Lafer im Februar dieses Jahres – damals noch wie gewohnt mit Schnauzer. © imago/pictureteam

Nicht mit dem Strom schwimmen: Johann Lafer beharrt auf Eigenständigkeit

Der TV-Star empfindet es demnach in vielen Situationen als wichtig, nicht mit dem Strom zu schwimmen. Eigenständigkeit ist ihm von großer Bedeutung. Seinem 18-jährigen Ich – und jungen Menschen generell – würde Johann Lafer heute raten: "Nicht immer jede Fahne da hinhängen, wo die anderen sie hinhängen." Er stellt klar: "Es ist auf lange Frist gesehen, glaube ich, nicht der richtige Weg."

Auch im Hinblick auf seine Krebserkrankung bleibt Lafer optimistisch, wie er Ende Juni im AZ-Interview betonte: "Es nützt nichts, immer nur irgendwo in der Ecke zu sitzen. [...] Es ist ein Schicksalsschlag, man muss ihn nehmen, wie er ist, und das Beste daraus machen." Das bedeutet nicht, dass die Krankheit spurlos an ihm vorbeigeht. "Am Anfang ging es mir besser damit, gerade bin ich in einer Krisenphase", schilderte der TV-Koch.

Johann Lafer leidet seit fast drei Jahren an Lymphdrüsenkrebs 

Am 30. Mai 2026 machte Lafer öffentlich, dass er seit November 2023 an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist und sich derzeit in chemotherapeutischer Behandlung befindet. Der Krebs hat sich bereits im Körper ausgebreitet und sei nicht mehr heilbar. Die Erkrankung könne jedoch medizinisch eingedämmt werden.

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