Jörg Dahlmann wünscht sich keine Klinik-Besuche und keine Blumen

Jörg Dahlmann steht vor einer dringenden Leber-OP - infolge seiner vierten Krebserkrankung. Auf Instagram bittet der frühere Fußball-Kommentator seine Fans eindringlich, ihn weder zu besuchen noch Blumen zu schicken. Operiert wird er in Mainz.
(jom/spot) |
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Jörg Dahlmann hat eine Bitte an seine Follower.
Jörg Dahlmann hat eine Bitte an seine Follower. © Imago Images/Eventflash

Keine Blumen, keine Besuche: Mit einem eindringlichen Appell hat sich Jörg Dahlmann (67) kurz vor einer schweren Operation an seine Anhänger gewandt. "Bitte, bitte keine Besuche! Und auch keine Blumen schicken", schrieb der frühere Fußball-Kommentator auf Instagram aus der Universitätsmedizin Mainz. "Geht bald los mit der Operation", führte der Moderator in einem dazugehörigen Clip aus. "Ich hätte allerdings an euch eine Bitte: Keine unabgesprochenen Besuche bitte." Diese sollten wenn überhaupt mit seiner Partnerin Claudia abgesprochen sein. "Und auch keine Blumen schicken, auf gar keinen Fall bitte. Da würdet ihr mir einen großen Gefallen tun."

Es werde "ein schwerer Weg", schrieb Dahlmann in seinem Beitrag - doch er sei zuversichtlich, "dank des besten Leber-Chirurgen in Deutschland, Prof. Hauke Lang und seinem Ärzteteam". In seinem Posting stimmt Dahlmann seine Fans zugleich auf eine längere Funkstille ein: "Die nächste Zeit werde ich auf der Intensivstation verbringen." Dazu formuliert er einen Wunsch, der die Schwere der Lage erahnen lässt: "Ich wünschte, das alles wäre Vergangenheit und ich könnte wieder mit Freude am normalen Leben teilhaben." Er verspüre Angst, sei aber auch gleichzeitig zuversichtlich. "Hauptsache am Ende des Tunnels ist Licht!"

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Warum die Operation nicht warten kann

Hinter dem Klinikaufenthalt steckt eine ernste Diagnose: Bei Dahlmann wurde Leberkrebs festgestellt - bereits die vierte Krebserkrankung seines Lebens. Warum die Ärzte keine Zeit verlieren wollen, erklärte er gegenüber der "Bild": "Die OP eilt, denn die Krebszellen vermehren sich schnell in dem kranken Organ."

Der Eingriff, der laut "Bild" für den Donnerstag geplant war, ist heikel: Die Mediziner wollen den befallenen rechten Leberlappen entfernen und hoffen, dass der linke Teil des Organs nachwächst und dessen Aufgaben übernimmt. Anschließend stehen für Dahlmann mehrere Tage auf der Intensivstation an.

Allein muss er diese Zeit nicht durchstehen. Seine Lebensgefährtin Claudia Pöhlmann (51) begleitet ihn ins Krankenhaus. "Dafür bin ich ihr dankbar. Wenn ich aus der Narkose aufwache, wird sie an meinem Bett sein. Das ist doch ein Liebesbeweis", sagte er der Zeitung.

Viermal Krebs - und ein genetischer Grund

Dahlmanns Krankengeschichte reicht weit zurück. 2005 erhielt er die Diagnose Darmkrebs, es folgten Hautkrebs und 2016 Prostatakrebs - jedes Mal war eine Operation nötig. Verantwortlich für die wiederkehrenden Erkrankungen ist das sogenannte Lynch-Syndrom, eine erbliche Veranlagung, die das Krebsrisiko drastisch erhöht.

Aus seiner eigenen Erfahrung leitet der 67-Jährige einen dringenden Rat ab. "Zum Glück wurde der Krebs bei mir immer frühzeitig entdeckt und ich habe überlebt", sagte er der "Bild". "Deshalb kann ich nur allen raten: Geht regelmäßig zur Vorsorge!"

"Eine Scheißdiagnose"

Wie sehr ihn die neuerliche Erkrankung mitnimmt, machte Dahlmann im "Mallorca Magazin" deutlich. "Im Moment geht es mir natürlich so lala. Es ist eine Scheißdiagnose, da muss man nichts beschönigen. Das beschäftigt einen von morgens bis abends", sagte er. Er sei zwar ein optimistischer Mensch, doch die Sorge schwingt mit: "Es ist meine vierte Krebsdiagnose. Irgendwann ist auch mal Feierabend. Aber ich hoffe sehr, dass das diesmal noch reparabel ist."

In seinem Instagram-Beitrag dankt Dahlmann all jenen, die ihn bis hierhin unterstützt haben. Außerdem wolle er sich bei denjenigen entschuldigen, "die ich vielleicht als Reporter genervt habe. Ich habe meinen Job immer mit Inbrunst und Freude gemacht. Und auch Reality-TV hat mir riesigen Spaß bereitet. Und da habe ich noch viel vor."

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