Jimi Blue Ochsenknecht: Darum geht es im Verfahren gegen den TV-Star

Das Verfahren gegen Jimi Blue Ochsenknecht (34) wird laut "Bild"-Zeitung angeblich am 1. Oktober im Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Innsbruck fortgesetzt. Dass sich der 34-Jährige erneut vor Gericht verantworten muss, steht bereits seit Anfang Juli fest.
Damals hatte das Oberlandesgericht Innsbruck einer Mitteilung zufolge entschieden: Ein Strafverfahren wegen einer unbezahlten Hotelrechnung, das 2025 sein vorläufiges Ende gefunden hatte, wird fortgesetzt.
Darum geht es in dem Fall
Dem Sohn von Natascha Ochsenknecht (61) und Uwe Ochsenknecht (70) war vorgeworfen worden, im Dezember 2021 in einem Hotel in Kirchberg schweren Betrug begangen und Hotelleistungen im Wert von nicht ganz 14.000 Euro in Anspruch genommen, diese aber nicht bezahlt zu haben.
Nachdem Jimi Blue Ochsenknecht im Juni des vergangenen Jahres zunächst am Flughafen Hamburg festgenommen worden war, wurde er nach Österreich ausgeliefert. Die Untersuchungshaft hatte er nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 15.000 Euro verlassen dürfen. Rund drei Wochen war er zuvor insgesamt inhaftiert. Er durfte zudem bis zum Abschluss des Verfahrens das Land nicht verlassen. Im August 2025 wurde schließlich festgelegt, dass Ochsenknecht 18.000 Euro zu zahlen habe, was er nach Absprache mit seinem Anwalt akzeptierte.
Keine "Verantwortungsübernahme"?
Am 22. August hatte das Landesgericht Innsbruck das Strafverfahren "diversionell erledigt", wie es in der Mitteilung des Oberlandesgerichts weiter hieß. Die zuständige Staatsanwaltschaft legte gegen die Entscheidung allerdings Beschwerde ein und das Oberlandesgericht hat dieser Folge gegeben.
Es sei entschieden worden, "dass die Verantwortung des Angeklagten und die geleistete Schadensgutmachung nicht ausreichen, um daraus eine von Unrechtsbewusstsein getragene Verantwortungsübernahme abzuleiten". Da diese für eine Einstellung eines Strafverfahrens im Wege der Diversion allerdings Voraussetzung sei, müsse das Verfahren am Landesgericht Innsbruck fortgesetzt werden.
"Eine krasse Erfahrung"
Über seine Erfahrungen hinter Gittern hat Jimi Blue Ochsenknecht im Juni im Podcast "Wondermom" seiner Mutter Natascha Ochsenknecht gesprochen. Noch mal erleben wolle er das nicht, aber dennoch: "Ich muss halt auch wirklich sagen - Gefängnis ist wirklich scheiße und ich habe auch Kacke gebaut - aber ich hatte da meine Ruhe einfach."
Knapp einen Monat lang konnte er sich - zwar gezwungenermaßen - zurückziehen und nur für sich sein. "Es war auf jeden Fall eine krasse Erfahrung, und ich mag halt krasse Erfahrungen", resümierte Ochsenknecht. "Mir hat es für meine Reflektion gut getan. Das musste schon irgendwo sein, glaube ich."
Wieso es aus seiner Sicht überhaupt zu der Verhaftung am Hamburger Flughafen im Juni 2025 kam, erklärte er so: "Das waren im Kopf so Ego-Geschichten - und daran arbeite ich", begründete der "Wilde Kerle"-Darsteller. Heute achte er penibel darauf, alles vertraglich festzuhalten, "wenn auch nur in einem Einzeiler". Dabei habe er schon vor dem Gefängnisaufenthalt intensiv an sich gearbeitet. "Ich mag es, aus meiner Komfortzone herauszugehen. Wenn ich mich zu wohl fühle, fühle ich mich unwohl", sagte er. "Ich funktioniere am besten unter Druck. Ich will immer einen Schritt weiter."