Jessica Klepser: Daraus zieht sie ihre Kraft nach dem großen Verlust

Zweieinhalb Jahre nach dem Tod ihrer Töchter und ihres Ex-Manns Christian Oliver, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen, spricht Jessica Klepser erneut über ihren Verlust. Die Frage nach dem Warum lässt sie bis heute nicht zu.
(eyn/spot) |
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Jessica Klepser und Christian Oliver waren bis 2021 ein Paar.
Jessica Klepser und Christian Oliver waren bis 2021 ein Paar. © imago images/Cover-Images

Jessica Klepser hat Unfassbares erlebt: Vor zweieinhalb Jahren starben ihre beiden Töchter Madita (damals 10) und Annik (damals 12) sowie ihr Ex-Ehemann, Schauspieler Christian Oliver (1972-2024) bei einem Kleinflugzeugabsturz vor der Karibikinsel Bequia. In einem Interview mit RTL öffnet sie sich nun erneut zu der Tragödie. "Wir waren wahnsinnig körperlich miteinander. Das fehlt mir einfach. Ich würde sie einfach gerne noch mal spüren", so Klepser.

Ihre ganze Kraft, auch nach dem Verlust weiterzumachen, nehme sie aus den Erinnerungen an ihre Familie. Die Drei seien ihr "Antrieb" und "Motor". Als eine Art Brücke zu den Verstorbenen nutze sie ihren Schlaf: "Ich versuche viel guten Schlaf zu haben, weil ich immer hoffe, dass sie mich in meinen Träumen besuchen."

"Es ist gelaufen, wie es gelaufen ist"

Die Frage nach dem Warum für den Absturz lässt sie dagegen bewusst nicht zu. "Es ist gelaufen, wie es gelaufen ist. Das ist die Realität jetzt", betont Klepser. Seit eineinhalb Jahren setzt sie sich mit ihrem Verlust in einer Trauergruppe auseinander: "Ich glaube, beim Trauern gibt es kein Richtig und kein Falsch. Man muss es machen, wie es sich für dich richtig anfühlt." Wer es nicht selbst erlebt habe, solle mit Urteilen sehr zurückhaltend sein. Sie selbst versuche, trotz allem nach vorne zu blicken, auch im Sinne ihrer Töchter und ihres Ex-Mannes, mit dem sie bis 2021 liiert war: "Die drei wollen auf jeden Fall, dass ich auch mal lache. Und das versuche ich."

Bei dem Unfall, der weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, kam neben dem "Alarm für Cobra 11"-Star und den beiden Mädchen auch der Pilot ums Leben. Die Ursache soll ein Motorschaden kurz nach dem Start gewesen sein. "Ich hoffe, das ging schnell. Dass da unter Wasser kein Struggle war", schildert Klepser ihre Gedanken. "Dass sie es fast gar nicht richtig realisiert haben. Dass da nicht viel Angst war und dann ganz schnell der Frieden kam." Der Fischer, der ihre Familie damals aus dem Wasser geborgen hatte, habe ihr erzählt, dass ihre Töchter sich auch im Tod noch im Arm gehalten hätten: "Ich glaube, die halten sich halt immer noch im Arm."

Reise an den Unfallort

Jessica Klepser hat bereits mehrfach über den Schicksalsschlag gesprochen. Zum zweiten Jahrestag am 4. Januar reiste sie erstmals nach Bequia und besuchte dort die Orte, an denen ihre Töchter und Oliver die letzten zehn Tage ihres Lebens verbracht hatten. Zudem schwamm sie an der Stelle im Meer, an der das Flugzeug versunken war. Es seien Tage "voller Lachen, Freude und Freundschaft" gewesen, schrieb sie damals auf Instagram. "Vielen Dank meine Liebsten. Dafür, dass ihr mir nach wie vor beibringt, was wahre Liebe ist. Ihr seid in meinem Herzen und an meiner Seite - heute und für immer", hieß es zudem.

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