Jennifer Garner über Co-Parenting: "Da geht schon etwas verloren"

Jennifer Garner spricht in einem Interview offen über das Co-Parenting mit Ex-Mann Ben Affleck. Die dreifache Mutter beschreibt das Aufwachsen ihrer Kinder in zwei Haushalten als bittersüße Erfahrung - mit Verlusten, aber auch überraschenden Gewinnen.
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Jennifer Garner sieht Vor- und Nachteile im Co-Parenting.
Jennifer Garner sieht Vor- und Nachteile im Co-Parenting. © CraSH/imageSPACE/ddp/Sipa USA

Wenn eine Ehe zerbricht, an der Kinder hängen, wird vieles kompliziert - auch wenn längst alle Papiere unterschrieben sind. Jennifer Garner (53) hat sich nun in einem Interview mit dem Magazin "Bustle" (veröffentlicht am 24. Februar) bemerkenswert offen über das Co-Parenting mit ihrem Ex-Mann Ben Affleck (53) geäußert. Die drei gemeinsamen Kinder - Violet (20), Seraphina (17) und Samuel (13) - wachsen seit der Trennung in zwei getrennten Haushalten auf. Für die Schauspielerin bringt das eine ganz eigene Dynamik mit sich.

"Ich werde Mama und Papa; er wird Papa und Mama", beschrieb Garner die Rollenverteilung gegenüber "Bustle". "Man kann gar nicht anders, oder? Weil man nicht den Vorteil hat, dass beide Seiten von Yin und Yang unter einem Dach vereint sind. Also muss man ein bisschen von beidem in die eigene Erziehung einbringen." Was so pragmatisch klingt, hat für die Schauspielerin, die von 2005 bis 2018 mit dem Oscarpreisträger verheiratet war, durchaus einen emotionalen Preis. "Da geht schon etwas verloren", räumte die 53-Jährige ein, "aber es wird auch etwas gewonnen dabei".

Auch Affleck selbst hat sich zuletzt zur gemeinsamen Elternschaft geäußert. Im Januar sagte er gegenüber "E! News", dass sein prominenter Status die Erziehung nicht einfacher mache: "Man bürdet seinen Kindern etwas auf, wenn man ein öffentliches Leben führt, und das ist kompliziert." Beide Elternteile seien sich einig, ihren Kindern den nötigen Freiraum zu geben, um ihren eigenen Weg zu finden. "Wir wollen ihnen wirklich Raum lassen, herauszufinden, was sie tun wollen."

Bloß nicht ins Showgeschäft

Affleck betonte zudem laut "E! News", dass er seine Kinder keinesfalls ins Filmgeschäft drängen würde - im Gegenteil. "Sie sind brillant und wunderbar und wir lieben sie und sind stolz auf sie", so der Schauspieler augenzwinkernd, "und hoffen, dass sie ihr Leben nicht mit der Schauspielerei verschwenden".

Garner vertritt eine ähnliche Philosophie, wie sie erst kürzlich dem britischen Magazin "Marie Claire UK" verriet: "Man muss sie erwachsen werden und ihre eigenen Entscheidungen treffen lassen. Man kann es nicht kontrollieren."

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