Jay-Z: Frau nimmt Vergewaltigungsvorwurf zurück

Eine Frau beschuldigte Jay-Z, sie im Jahr 2000 vergewaltigt zu haben. Jetzt nimmt sie alles zurück, sie habe den Rapper nie getroffen. An einem anderen Missbrauchsvorwurf hält sie jedoch fest.
(ncz/spot) |
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Nach schweren Anschuldigungen gegen Jay-Z hat eine Frau ihre Vorwürfe nun vollständig zurückgenommen. I
Nach schweren Anschuldigungen gegen Jay-Z hat eine Frau ihre Vorwürfe nun vollständig zurückgenommen. I © IMAGO/i Images

Die Frau, die Jay-Z (56) Ende 2024 wegen einer angeblichen Vergewaltigung verklagt hatte, hat ihre Anschuldigungen zurückgenommen. In einer am Donnerstag, 24. September, bei einem Bundesgericht in New York eingereichten Erklärung schreibt die als "Jane Doe" bekannte Klägerin laut "People", sie habe den Rapper nie getroffen oder mit ihm gesprochen. Ihre ursprünglichen Vorwürfe seien falsch gewesen.

"Shawn 'Jay-Z' Carter hat mich nie vergewaltigt. Ich habe Mr. Carter nie getroffen oder mit ihm gesprochen", zitiert das Magazin aus der Erklärung. Auch habe der Musiker sich ihr gegenüber zu keinem Zeitpunkt unangemessen verhalten. Sie räumt zudem ein, dass ihre falschen Anschuldigungen Jay-Z, seiner Familie und seinem Ruf erheblichen Schaden zugefügt hätten, und entschuldigt sich dafür.

Vorwurf aus dem Jahr 2000

Die Frau hatte Jay-Z und Sean "Diddy" Combs (56) in einer Ende 2024 eingereichten Zivilklage beschuldigt, sie im Jahr 2000 nach einer Veranstaltung rund um die MTV Video Music Awards vergewaltigt zu haben. Sie war nach ihrer damaligen Darstellung zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt. Jay-Z hatte die Anschuldigungen von Beginn an zurückgewiesen.

Die Klage gegen Jay-Z wurde im Februar 2025 auf eigenen Wunsch der Klägerin eingestellt. Anschließend verklagte der Rapper unter anderem den Anwalt Tony Buzbee, der die Frau ursprünglich vertreten hatte. Jay-Z warf ihm unter anderem vor, die Anschuldigungen gegen ihn trotz erheblicher Widersprüche weiterverfolgt zu haben.

Frau hält an anderem Missbrauchsvorwurf fest

Die aktuelle Erklärung enthält allerdings eine wichtige Einschränkung: Die Frau behauptet weiterhin, Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden zu sein. Ihr neuer Anwalt J. Blair Newman erklärte gegenüber CNN, seine Mandantin sei bei der Identifizierung von Jay-Z als Täter "vollständig im Irrtum" gewesen. Die Anschuldigungen gegen den Rapper seien falsch gewesen.

Jay-Zs Anwälte haben die Frau inzwischen aus seiner laufenden Klage als Beklagte entlassen. Sein juristisches Vorgehen gegen Buzbee und dessen Kanzlei läuft jedoch weiter. Die aktuelle Erklärung der Frau beendet damit nicht sämtliche rechtlichen Auseinandersetzungen rund um den Fall.

Buzbee weist seinerseits Vorwürfe zurück. Er erklärte, die Frau habe ihre Geschichte bereits mehreren Anwälten in gleicher Form geschildert und seine Kanzlei habe ihre Angaben überprüfen lassen.

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