Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf sammeln für "Sea Watch"

Jan Böhmermann und sein Kollege Klaas Heufer-Umlauf engagieren sich für die festgenommene Kapitänin der "Sea Watch 3", Carola Rackete. Auf einer eigens eingerichteten Spendenseite sammelten sich bereits rund 400.000 Euro.
| (dr/spot)
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Die Festnahme der deutschen Kapitänin des Flüchtlings-Rettungsschiffs "Sea Watch 3" in Italien schlägt derzeit hohe Wellen und erhitzt die Gemüter in Europa. Jetzt bekommt Carola Rackete (31) von ihren beiden Landsleuten Jan Böhmermann (38) und Klaas Heufer-Umlauf (35) prominente Unterstützung. Heuer-Umlauf kündigte auf seinem Twitter-Account an, dass, im Zuge einer Strafverfolgung von Rackete, er und Böhmermann Gelder für die Rechtskosten und generelle Ausgaben für die Lebensretter sammeln und spenden würden.

Hier gibt es das gemeinsam Hörbuch "Förderschulklassenfahrt" von Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf

Böhmermann konkretisierte das Vorhaben in einem Youtube-Video, in dem er klar Stellung bezog. Es handele sich um skrupellose Politiker, die Seenotretter missbrauchen würden, um Stimmung gegen Flüchtlinge und gegen die EU zu machen. Die "unmenschliche, kaltblütige und skrupellose Politik" habe einen neuen Tiefpunkt erreicht. Auch Heufer-Umlauf meldet sich darin zu Wort und spricht davon, dass die Festnahme nicht mit der "europäischen Idee" vereinbar sei.

Bereits knapp 400.000 Euro gesammelt

Rackete steuerte mit aufgenommenen Flüchtlingen entgegen der ausdrücklichen Erlaubnis Italiens den Hafen von Lampedusa an, um an Land zu gehen und ihre erschöpfte Crew sowie die Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen. Anschließend wurde sie festgenommen und befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Ihr drohen bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahren Haft. Der Spendenaufruf von Böhmermann und Heufer-Umlauf generierte bislang bereits knappe 400.000 Euro.

Auf der eigens eingerichteten Seite heißt es unter anderem: "Wer Menschenleben rettet, ist kein Verbrecher!" Wer diese Menschen kriminalisiere, sei im Unrecht: "Diesem Unrecht tatenlos zuzusehen, ist keine Option." Wie die meisten, könnten die beiden nicht persönlich vor Ort im Mittelmeer helfen, deswegen würden sie spenden und Geld sammeln wollen.

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