Jamie Olivers Ehefrau macht späte Diagnose öffentlich: "Hat mir 45 Jahre meines Lebens verdorben"
Jools Oliver musste fast 50 Jahre alt werden, um zu begreifen, warum ihr das Leben Schwierigkeiten bereitet, die andere nicht haben. Im Podcast "Lessons From Our Mothers" offenbarte die Ehefrau des britischen Starkochs Jamie Oliver (51) nun, dass bei ihr erst spät Autismus und ADHS diagnostiziert wurden. Darüber berichtet unter anderem "The Mirror".
"Ich finde es einfach sehr anstrengend. Es ist ermüdend", sagte die Modedesignerin. "Ich glaube, es hat mir bisher 45 Jahre meines Lebens verdorben, weil ich dachte, es sei etwas anderes." Entgegen jüngster Deutungen der verbreiteten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung handle es sich mitnichten um eine Superkraft: "Es zehrt einfach nur an den Kräften und ist wirklich harte Arbeit."
"Jamie, ich werde allen erzählen, dass ich nicht normal bin"
Ausschlaggebend für ihren Verdacht sei die Autismus-Diagnose bei einigen ihrer Kinder gewesen - Jools und Jamie Oliver haben drei Töchter und zwei Söhne. Sie habe gedacht: "Mein Gott, das klingt nach mir." Vergangenes Jahr habe sie ihre eigene Diagnose Freunden und Familie über die Einladung zur Feier ihres 50. Geburtstags mitgeteilt. Ihrem Mann habe sie angekündigt: "Jamie, ich werde allen erzählen, dass ich nicht normal bin, weil ich so eine tolle Show abziehe, als wäre ich total gesellig." In Wirklichkeit sei sie extrem introvertiert. Einige Gäste seien daraufhin nicht zur Feier erschienen.
Laut eigener Aussage hat die 51-Jährige Medikamente gegen ADHS verschrieben bekommen, die sie aufgrund ihrer ausgeprägten Hypochondrie nicht einnehme. Ihren Leidensdruck beschrieb sie so: "Ich empfinde alles sehr intensiv. Ich werde bei einfachen Dingen dramatisch und kann emotional ziemlich schwanken."
Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) handelt es sich um eine neurobiologisch bedingte Entwicklungsstörung, die unter anderem die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Autismus ist eine angeborene neuronale Entwicklungsvariante, die Auswirkungen auf Sinneswahrnehmung, Kommunikation und soziales Verhalten hat.
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