Jake Gyllenhaal: Mit 40 hat er wieder Lust auf Blockbuster

Jake Gyllenhaal wird am 19. Dezember 40 Jahre alt. Nach 20 Jahren kehrt er vermehrt zu dem Genre zurück, das ihm zum Durchbruch verhalf.
| (wag/spot)
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Jake Gyllenhaal stand mit elf Jahren zum ersten Mal vor der Kamera.
Jake Gyllenhaal stand mit elf Jahren zum ersten Mal vor der Kamera. © DFree / Shutterstock.com

Jake Gyllenhaal ("Southpaw") übernimmt erneut eine Actionrolle. Nachdem der US-Schauspieler im Sommer 2019 als Bösewicht Mysterio in "Spider-Man: Far From Home" Teil des Marvel-Universums wurde, steht er Anfang 2021 für den Actionthriller "Ambulance" von Regisseur Michael Bay (55, "Transformers") vor der Kamera. Zuvor sah es lange Zeit so aus, als wolle Gyllenhaal von Mainstream-Produktionen nichts mehr wissen. Ein Rückblick auf die vielseitige Karriere des Stars, der am 19. Dezember seinen 40. Geburtstag feiert.

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Filmdebüt neben "City Slicker" Billy Crystal

Als Sohn des Regisseurs Stephen Gyllenhaal (71, "Waterland") und der Drehbuchautorin und Produzentin Naomi Foner (74, "Very Good Girls") wuchs Jacob Benjamin Gyllenhaal in einer Filmfamilie auf. Bereits mit elf Jahren stand er zum ersten Mal vor der Kamera und spielte in der Komödie "City Slickers - Die Großstadt-Helden" (1991) den Sohn von Billy Crystal (72). Seine erste Hauptrolle ergatterte er kurz nach dem Highschool-Abschluss in Los Angeles. In der Filmbiografie "October Sky" spielte der Nachwuchsdarsteller 1999 einen Raketenkonstrukteur.

Um die Jahrtausendwende fasste Gyllenhaal den Entschluss, sich ganz seiner Schauspielkarriere zu widmen und brach ein zwei Jahre zuvor begonnenes Studium an der New Yorker Columbia University ab. Eine richtige Entscheidung, denn schon bald feierte der 20-Jährige erste Erfolge. So spielte er 2001 neben seiner Schwester Maggie Gyllenhaal (43, "Secretary") in "Donnie Darko" einen psychisch labilen Teenager, der in Visionen mit einem Wesen im Hasenkostüm namens Frank kommuniziert. Obwohl der Streifen in den Kinos floppte, wurde er nach der DVD-Veröffentlichung ein Hit und gilt heute als Kultfilm.

Oscar-Nominierung für "Brokeback Mountain"

Jake Gyllenhaal ist jedoch nicht nur am Film interessiert, er steht auch auf der Theaterbühne. Bereits sein Debüt "This Is Our Youth" im Londoner West End bescherte ihm 2002 den Evening Standard Theatre Award als "Bester Newcomer". Dem "Daily Telegraph" sagte er damals, jeder Schauspieler, zu dem er aufschaue, habe am Theater gearbeitet und: "Deshalb wusste ich, dass ich es auch versuchen musste." Ganze zehn Jahre dauert es danach, bis er in dem Stück "If There Is I Haven't Found It Yet" wieder eine Theaterrolle annahm. 2015 folgte Gyllenhaals Broadway-Debüt, zuletzt war er 2019 in der New Yorker Produktion "Sea Wall/A Life" zu sehen.

Sein Hauptgeschäft blieb jedoch stets der Film. Mit dem Blockbuster "The Day After Tomorrow" des deutschen Regisseurs Roland Emmerich (65, "Independence Day") gelang ihm 2004 als Leinwandsohn von Dennis Quaid (66, "Die Reise ins Ich") der internationale Durchbruch. Ein Jahr später erklomm der gebürtige Kalifornier dank der Filme "Jarhead - Willkommen im Dreck" und "Brokeback Mountain" seinen bisherigen Karrieregipfel. Die Nebenrolle des homosexuellen Cowboys Jack Twist in letzterem Werk von Ang Lee (66) bescherte Gyllenhaal sogar seine erste - und bislang einzige - Nominierung für einen Oscar. Gewinnen konnte er den Academy Award nicht, George Clooney (59) gewann für seine Rolle in "Syriana" damals seinen ersten Goldjungen.

Anspruchsvolle Rollen in Thrillern und Dramen

In den Folgejahren widmete sich der Schauspieler überwiegend anspruchsvollen und außergewöhnlichen Stoffen. Zu den Highlights zählen die Thriller "Zodiac - Die Spur des Killers" (2007) mit Robert Downey Jr. (55), "Prisoners" (2013) mit Hugh Jackman (52) und "Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis" (2014), sowie das Boxerdrama "Southpaw" (2015). Im Biopic "Stronger" (2017) spielte der Mime zudem auf authentische und einfühlsame Weise den US-Amerikaner Jeff Bauman, der 2016 durch den Bombenanschlag auf den Boston Marathon beide Beine verlor.

Den ganz großen Erfolg bescherten Jake Gyllenhaal diese Rollen trotz viel Kritikerlob jedoch nicht und 2019 erhielt er ein verlockendes Angebot. Nachdem ihm in den 2000er Jahren die Hauptrollen in "Spiderman", "Batman Begins" und "Superman Returns" durch die Lappen gegangen waren, sollte er in "Spider-Man: Far From Home" endlich zum Comiccharakter werden - wenn auch zu einem äußerst fiesen. Mit der Rolle des Bösewichts Mysterio, der dem Spinnenmann (Tom Holland, 24) das Leben schwermacht, feierte Gyllenhaal seine Rückkehr zum Mainstream-Film, dem er nach "Prince of Persia: Der Sand der Zeit" 2010 eigentlich den Rücken gekehrt hatte.

Wagt er zukünftig den Genrespagat?

Eine Richtung, die er auch künftig weiter verfolgt, wie seine Verpflichtung für "Ambulance" von Action-Spezialist Michael Bay beweist. Zum stromlinienförmigen Blockbuster-Helden wird Jake Gyllenhaal trotzdem nicht werden, davon zeugen weitere neue Projekte. Für den Streamingdienst Netflix legt er als Produzent von "The Guilty" beispielsweise einen dänischen Thriller neu auf und übernimmt die Hauptrolle. Außerdem wird der 40-Jährige "Deadline" zufolge den früheren Chef von Paramount Pictures, Robert Evans (1930-2019), in "Francis and the Godfather" spielen. Das Drama skizziert die Entstehung von "Der Pate" (1972).

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