Italienische Sportlegende Alex Zanardi mit 59 Jahren gestorben

Der frühere Formel-1-Pilot und vierfache Paralympics-Sieger Alessandro "Alex" Zanardi ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb der Italiener am Freitagabend im Alter von 59 Jahren. Sein Leben war geprägt von zwei schweren Unfällen - und einem unbändigen Willen, jedes Mal zurückzukehren.
(stk/spot) |
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Alessandro "Alex" Zanardi hatte zwei schwerwiegende Sportunfälle zu überstehen.
Alessandro "Alex" Zanardi hatte zwei schwerwiegende Sportunfälle zu überstehen. © imago/VISTAPRESS

Die italienische Sportwelt nimmt Abschied von einem ihrer prägendsten Charaktere: Alessandro "Alex" Zanardi ist tot. Wie seine Familie am Samstag mitteilte, starb der frühere Formel-1-Pilot und Paralympics-Sieger bereits am Freitagabend im Alter von 59 Jahren. Eine Todesursache nannten die Angehörigen in ihrer Erklärung nicht. Zanardi sei "friedlich eingeschlafen, umgeben von der Zuneigung der ihm Nahestehenden", hieß es in dem Statement.

Der Italiener hatte in seinem Leben zwei schwere Unfälle überlebt, die jeweils alles veränderten. Zuletzt war er im Juni 2020 bei einem Handbike-Rennen in der Toskana mit einem entgegenkommenden Lastwagen kollidiert. Zanardi erlitt schwerste Gesichts- und Schädelverletzungen und musste in ein künstliches Koma versetzt werden. Knapp 20 Jahre zuvor hatte er bei einem Rennunfall beide Beine verloren.

Meloni würdigt "großen Champion"

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) reagierte noch am Samstag mit Abschiedsworten. Italien verliere "einen großen Champion und einen außergewöhnlichen Menschen, der jede Herausforderung des Lebens in eine Lektion in Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte", schrieb die Regierungschefin in den sozialen Medien. Zanardi habe sich auch den härtesten Prüfungen mit "Entschlossenheit, Klarheit und einer wirklich außergewöhnlichen Geisteskraft" gestellt. Mit seinen sportlichen Erfolgen und seinem Beispiel habe er den Menschen "Hoffnung, Stolz und die Kraft, niemals aufzugeben", geschenkt.

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Comeback nach Beinverlust

Zanardis Karriere führte ihn früh in die Weltspitze des Motorsports. In den USA holte er zwei Titel in der CART-Serie, ehe er kurzzeitig in die Formel 1 zurückkehrte. 2001 ereignete sich bei einem CART-Rennen auf dem Lausitzring in Deutschland - nur eine Woche nach den Terroranschlägen vom 11. September - jener Unfall, bei dem ihm beide Beine abgetrennt wurden. Die Serie war damals nur in Deutschland gefahren, weil sie wegen der Anschläge nicht in die USA zurückkehren konnte.

Während seiner Genesung entwarf Zanardi seine Prothesen selbst - mit der ihm eigenen Selbstironie scherzte er, er habe sich dabei ein bisschen größer gemacht. Er lernte wieder zu laufen und entdeckte das Handbike für sich. In dieser Disziplin entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Athleten der Welt: Bei den Paralympics 2012 und 2016 gewann er insgesamt vier Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen, startete beim New-York-Marathon und stellte einen Ironman-Rekord auf.

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