Insolvenz: Jürgen Hingsen offenbart Geldprobleme

Gegen die Zehnkampf-Legende Jürgen Hingsen wurde laut einem Medienbericht ein Insolvenzverfahren eröffnet. Der 68-Jährige spricht offen über seine Schulden und gibt sich kämpferisch: "Da bin und bleibe ich Sportler. Wenn du stürzt, dann bringt es nichts, liegenzubleiben."
von  (jom/spot)
Jürgen Hingsen über seine finanziellen Probleme: "Wenn du stürzt, dann bringt es nichts, liegenzubleiben."
Jürgen Hingsen über seine finanziellen Probleme: "Wenn du stürzt, dann bringt es nichts, liegenzubleiben." © Imago Images/STAR-MEDIA

Jürgen Hingsen (68) zählte zu den größten deutschen Leichtathleten der 1980er-Jahre. Nun beschäftigt den 68-Jährigen ein ganz anderes Thema. Gegen den ehemaligen Zehnkämpfer, der 2025 im RTL-Dschungelcamp zu sehen war, soll ein Insolvenzverfahren eröffnet worden sein. Das berichtet "Bild" unter Berufung auf Unterlagen des Amtsgerichts Köln. Demnach wurde das Verfahren am 22. Juni wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet. Den Antrag dazu stellte Hingsen den Angaben zufolge selbst.

"Da bin und bleibe ich Sportler"

Auf seine finanzielle Lage angesprochen, gibt sich Hingsen gegenüber "Bild" gefasst und kämpferisch. "Ich habe beschlossen, diesen Weg jetzt zu gehen, um auch reinen Tisch zu machen. Darauf habe ich mich eingestellt", sagt der frühere Topathlet. Und weiter: "Da bin und bleibe ich Sportler. Wenn du stürzt, dann bringt es nichts, liegenzubleiben. Dann musst du aufstehen und den Blick nach vorn richten und die neuen Herausforderungen annehmen, auch wenn es weh tut. Das ist überall im Leben so."

Unterstützung erhält er dabei laut "Bild" von seiner langjährigen Partnerin Francesca Elstermeier Santonocito (66), mit der er sich etwa beim Sportpresseball 2025 in Frankfurt zeigte.

Fehlinvestitionen vor anderthalb Jahrzehnten

Wie es zu den Schulden kam, schildert Hingsen offen. Er habe "vor 15 oder 16 Jahren finanzielle Fehler gemacht", räumt er ein. Damals habe er in Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien und Rohstoffe investiert - rückblickend keine gute Entscheidung. "Man sollte einfach die Finger von Sachen lassen, von denen man zu wenig Ahnung hat", so der gebürtige Duisburger. Die Belastung bewege sich im sechsstelligen Bereich, gibt er zu.

Seine sportlichen Glanzzeiten liegen Jahrzehnte zurück. Anfang der 80er stellte Hingsen drei Weltrekorde im Zehnkampf auf und lieferte sich mit dem britischen Olympiasieger Daley Thompson jahrelange Duelle. 1984 in Los Angeles gewann er Silber, vier Jahre später wurde er bei den Spielen in Seoul nach drei Fehlstarts über 100 Meter disqualifiziert.

Nach dem Karriereende 1989 blieb Hingsen im Rampenlicht. 2006 erreichte er bei "Let's Dance" Platz fünf. Seine Teilnahme an "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" im Januar 2025 endete dagegen früh - er verließ das Camp als Erster.

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