In "Verbundenheit": Hunderte trauern in Houston um George Floyd

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd verabschieden sich hunderte Menschen bei einem Trauergottesdienst. Im Anschluss folgen eine Prozession und die Beisetzung.
| (wue/spot)
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Pastor Dr. Remus Wright während einer Trauerfeier für George Floyd in Houston
imago images/UPI Photo Pastor Dr. Remus Wright während einer Trauerfeier für George Floyd in Houston

Rund 500 geladene Gäste haben sich am Dienstag von George Floyd in einem Trauergottesdienst in Houston verabschiedet. Der Afroamerikaner war vor knapp zwei Wochen nach einer brutalen Festnahme verstorben. Ein weißer Polizist hatte fast neun Minuten lang mit seinem Knie auf den Nacken Floyds gedrückt, der mehrfach klagte, dass er keine Luft bekomme.

Hier lesen Sie "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen" von Alice Hasters

Zu Beginn des Gottesdienstes in der "Fountain of Praise"-Kirche erklärte die Pastorin Mia K. Wright laut "CNN": "Dies ist ein Moment der Verbundenheit." Nach Tradition sei der Gottesdienst "eine Feier des Heimgangs" von Floyd. Man wolle das Leben des Verstorbenen feiern.

Kein Kind sollte solche Fragen stellen müssen

Im Laufe des Trauergottesdienstes wurde unter anderem der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden (77) per Video zugeschaltet. Biden erklärte unter anderem, dass die USA der derzeitigen Situation nicht den Rücken kehren dürfe. Man könne den Moment nicht hinter sich lassen "und denken, dass wir uns wieder von dem Rassismus abwenden können, der uns mitten in die Seele sticht".

Insbesondere richtete Biden sich aber auch an Floyds sechsjährige Tochter Gianna. "Ich weiß, du hast viele Fragen", erklärte der Politiker. "Kein Kind sollte Fragen stellen müssen, die schon zu viele schwarze Kinder seit Generationen stellen mussten. Wieso? Wieso ist Papa nicht mehr da?"

Auch weitere Sprecher kamen zu Wort, darunter Familienmitglieder Floyds oder auch Sylvester Turner (65), der Bürgermeister von Houston. Turner ernannte den 09. Juni in der US-Metropole zum "George Perry Floyd"-Tag.

Beisetzung und Abschied

Im Anschluss an die Trauerzeremonie soll Floyds Sarg in die benachbarte Stadt Pearland gebracht werden. Nach einer Prozession soll Floyd laut US-Berichten neben seiner verstorbenen Mutter beigesetzt werden. Die Polizei von Pearland warnte, dass die Prozession sich um etwa eine Stunde verzögern werde und Zuschauer sich wegen der vorherrschenden Hitze unter anderem im Schatten aufhalten sollen.

Am Montag hatten sich mehr als 6.000 Menschen am in Houston aufgebahrten Sarg Floyds verabschiedet. Die erste Trauerfeier für den Verstorbenen fand bereits vergangene Woche in Minneapolis statt. Mehrere Trauer- und Gedenkfeiern folgten. Die Beisetzung selbst soll im engsten Familienkreis erfolgen.

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