Im Mordfall Rob Reiner: Keine Todesstrafe für Nick Reiner
Der wegen Mordes an seinen Eltern Rob Reiner (1947-2025) und Michele Singer-Reiner (1955-2025) angeklagte Nick Reiner (33) muss nicht die Todesstrafe fürchten. Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft jetzt mitgeteilt.
Bei einer Verurteilung des Sohnes des bekannten Regisseurs wäre dies grundsätzlich möglich gewesen. Die Höchststrafe, die Nick Reiner drohe, sei eine lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf Bewährung, berichten US-Medien wie der Sender CNN übereinstimmend.
Die Staatsanwaltschaft in Kalifornien habe demnach mitgeteilt, dass sie nicht die Todesstrafe beantragen wird. Bei der Entscheidung darüber habe man eine gründliche Prüfung durchlaufen, erklärte Nathan Hochman, Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles. Man habe etwa sowohl erschwerende als auch mildernde Umstände berücksichtigt, mit den Angehörigen der Opfer sowie mit den Strafverfolgungsbehörden gesprochen.
Verteidigung verweist auf psychische Erkrankung
Kimberly Greene, die Pflichtverteidigerin des Angeklagten, hat den Schritt begrüßt. Die Staatsanwaltschaft habe die "richtige Entscheidung getroffen, in diesem Fall keine Todesstrafe zu beantragen", sagte sie CNN.
"Nick leidet an einer schweren psychischen Erkrankung", erklärte sie. Reiner kämpfe seit Langem mit seiner Selbstmedikation. Ihrer Ansicht nach sei Nick Reiner "ein tragisches Beispiel dafür, wie schwierig es für Menschen mit erheblichen psychischen Problemen sein kann, Zugang zu der benötigten Behandlung und Unterstützung zu finden und sich damit zurechtzufinden".
Emotionaler Emmy-Moment
Rob Reiner galt als einer der angesehensten und beliebtesten Regisseure Hollywoods, er war unter anderem bekannt für Filmklassiker wie "Stand by Me: Das Geheimnis eines Sommers", "Die Braut des Prinzen" oder "Harry und Sally". Nick Reiner wird vorgeworfen, seinen Eltern aufgelauert und den Filmemacher sowie die Produzentin Michele Singer-Reiner im Dezember 2025 getötet zu haben. Der 33-Jährige hat auf nicht schuldig plädiert.
Bei den Emmys hatte die Schauspielerin Jamie Lee Curtis (67) unterdessen mit den Tränen zu kämpfen. Sie trat während eines "In Memoriam"-Segments auf die Bühne, um an Rob Reiner zu erinnern. "Er war großzügig und freundlich, unheimlich witzig und ein Freund für alle, und wir alle vermissen Rob und Michele und all die anderen, die wir dieses Jahr verloren haben", sagte Curtis.
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