Übergriff auf "Frühstücksfernsehen"-Star: "In die Magengrube geboxt"

Alleine nachts durch die Straßen zu gehen, kann einem schon Angst machen, findet Karen Heinrichs. Die "Frühstücksfernsehen"-Moderatorin erzählt von einer bitteren Erfahrung, die sie nachhaltig geprägt hat.
von  Eva Meeks
Ein mulmiges Gefühl, wenn man nachts allein unterwegs ist, kennt auch Karen Heinrichs.
Ein mulmiges Gefühl, wenn man nachts allein unterwegs ist, kennt auch Karen Heinrichs. © imago/Andreas Weihs

Negative Erfahrungen hinterlassen ihre Spuren. Das würden vermutlich viele bestätigen, die bereits Opfer von Grenzüberschreitungen wurden. Auch Karen Heinrichs (52) vom "Sat.1-Frühstücksfernsehen" erinnert sich an Momente, in denen ihre Sicherheit gefährdet war: Als junge Frau in Berlin musste sie mehr als eine unschöne Erfahrung machen.

Karen Heinrichs wurde nachts verfolgt: "Das war gruselig"

Ist es heutzutage besonders gefährlich, nachts alleine unterwegs zu sein? Dieser Frage widmen sich Matthias Killing (47) und Karen Heinrichs im Podcast "Redebedarf". Die 52-Jährige erzählt, schon immer angespannt gewesen zu sein – nicht erst in der aktuellen gesellschaftlichen Lage: "Ich habe auch damals, als ich ein junges Mädchen war, brutal Angst gehabt, rauszugehen. Da hatten wir kein Migrationsthema in Anführungsstrichen."

Für die Wahl-Berlinerin kam es als junge Frau nämlich zu mehreren unschönen Erfahrungen. "Also ich bin mal auf so einem Volksfest [...] von Besoffenen irgendwie verfolgt, nicht in Ruhe gelassen und angefasst worden", erzählt sie. "Und dann habe ich mich damals gewehrt, körperlich auch. Ich habe dem dann in die Magengrube geboxt, das weiß ich noch. Mir hat's einfach gereicht. Ich wusste mir nicht anders zu helfen."

Im Gespräch mit Matthias Killing erinnert sich Karen Heinrichs an Momente zurück, auf die sie gerne verzichtet hätte.
Im Gespräch mit Matthias Killing erinnert sich Karen Heinrichs an Momente zurück, auf die sie gerne verzichtet hätte. © imago/Andreas Weihs

Doch das ist nicht die einzige Situation, die sich bei Karen Heinrichs eingebrannt hat: "Und einmal bin ich in Berlin verfolgt worden von einem weißen Lieferwagen. Das war gruselig, das kann ich dir sagen. Abends, ich kam nach Hause, hatte einen Minirock an vom Feiern und musste ins Studentenwohnheim." Im stockfinsteren Berlin sei sie damals gerannt, um dem Lieferwagen zu entkommen: "Und dann bin ich aber Gott sei Dank noch rechtzeitig in mein Studentenwohnheim reingekommen. Aber das werde ich so schnell auch nicht vergessen."

Vor "Frühstücksfernsehen"-Dreh: So schützt sich Karen Heinrichs

Dass diese Erlebnisse bei ihr Spuren hinterlassen haben, gibt Karen Heinrichs offen zu. Als junge Frau hat sie zum Beispiel einen Boxkurs absolviert, um sich vor Angreifern besser schützen zu können: "Ich hab meine Schlagkraft mal ausprobiert, als ich dann wirklich hier in Berlin als junge Frau gelebt habe."

Doch bis heute fühlt sie sich alleine nicht ganz sicher: "Das hat sich irgendwie leider nicht verändert", so Karen Heinrichs. Daher schwört sie auf gewisse Maßnahmen, wenn sie nachts für ihren "Frühstücksfernsehen"-Job aufbricht: "Das ist so gelernt bei mir: Ich nehm den Schlüssel in meine Hand, sodass die Ecken aus meiner Faust rausgucken – damit ich mich im Zweifelsfall wehren kann."

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