"Ich musste diesen steinigen Weg gehen": Lokalmatador Max Coga kämpft wieder

60.000 Fans werden erwartet, wenn MMA am 26. September wieder den Deutsche Bank Park in Frankfurt erobert. Nur zur Erinnerung: 2024 sorgten dort besagte 60.000 für eine der größten MMA-Kulissen weltweit. Free-TV-Nutzer können die Veranstaltung "OKTAGON 94: Die MMA Fightnight live aus Frankfurt" ab 22.45 Uhr sehen. Beim kostenpflichtigen Streamer RTL+ beginnt die Übertragung bereits um 17.30 Uhr. Sportlich ist das Event stark mit deutschen und insbesondere Frankfurter Athleten besetzt. Zu den Highlights zählen die Duelle Christian Eckerlin gegen David Kozma, Karlos Vémola gegen Frederic Vosgröne - und ein Kampf, der weit über den sportlichen Rahmen hinausgeht: Max Coga gegen Christian Jungwirth.
Für Coga ist der Kampf gegen Jungwirth sein Comeback nach fast zwei Jahren Zwangspause. Seinen letzten Kampf hatte der gebürtige Frankfurter trotz eines offenen Handbruchs gewonnen. Es folgten eine Notoperation, Komplikationen und eine Wundinfektion, die ihn lange außer Gefecht setzten. Dass Coga nach diesem langen und beschwerlichen Weg überhaupt wieder vor großem Publikum in den Käfig steigt, ist ein zentraler Teil der Geschichte dieses Abends. Coga beschreibt, was ihn durch diese Zeit getragen hat: "Das, was mich als allererstes hat weitermachen lassen, ist die Liebe zum Sport. Die Liebe zu meinem Team und die Liebe zu den Herausforderungen, die der Wettkampf mit sich bringt. Ich habe es gefühlt, ich habe es gewollt und musste diesen steinigen Weg gehen und mich halt einfach wieder zurück auf die Matte kämpfen."
Vom Bahnhofsviertel in den Käfig
Cogas Weg zum Sport ist eng mit seiner ungewöhnlichen Biografie verknüpft. Aufgewachsen im Frankfurter Bahnhofsviertel, war seine Mutter als Stripperin tätig, sein Vater Besitzer des Nachtclubs Pik Dame - ein Club, den Max später selbst übernahm. Der Kampfsport wurde für ihn früh zum Gegenpol zu diesem Umfeld und gab ihm das, was ihm sonst fehlte: Struktur, Disziplin, Gemeinschaft und eine Perspektive. "Der Sport hat mich sehr geprägt und zu dem gemacht, was ich heute verkörpere", sagt Coga. "Schon als kleines Kind wollte ich immer eine Art Held werden. Und durch MMA konnte ich für viele Menschen tatsächlich dieser Held werden."
Gerade an seiner Geschichte lässt sich auch eine Seite des Sports zeigen, die im öffentlichen Bild oft untergeht: MMA ist zwar physisch extrem hart, gleichzeitig aber ein streng reglementierter Sport, in dem Fairness, Kontrolle und Respekt vor dem Gegner eine zentrale Rolle spielen. "Fairness und Härte gehören für mich zu jedem Sport dazu, vor allem im Vollkontakt. Durch ein klares Regelwerk kann man erst einen gewissen Grad an Fairness definieren."
Es wirke oftmals so, sagt der Star, als hätte MMA wenig Regeln, "aber es ist ein strikt reglementierter Sport, und jeder Kämpfer muss sich auch an diese Regeln halten". Was ihn am Sport bis heute am meisten fasziniert, bringt Coga auf den Punkt: "Für mich ist die Vielfalt und die Möglichkeit, seinen Gegner zu kontrollieren und auch zu besiegen, das, was wirklich faszinierend ist. Jeder hat die Möglichkeit, seinen eigenen individuellen Kampfstil zu erlernen. Für mich ist MMA die absolute Königsdisziplin im Kampfsport."
OKTAGON 94: Die MMA Fightnight live aus Frankfurt - Countdow - Sa. 26.09. - RTL: 22.45 Uhr