"Ich habe so viel geweint": Kind von GZSZ-Star Anne Menden wurde im Netz für tot erklärt

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Star Anne Menden (41) hat offen über ihre Erfahrungen mit digitaler Gewalt gesprochen. Die Schauspielerin, die in der RTL-Daily-Soap die Rolle der Emily spielt, wurde Anfang des Jahres zum ersten Mal Mutter. Doch das frische Familienglück von Menden und ihrem Partner Gustav Masurek (37) wurde getrübt. Denn das Paar wurde im Internet Opfer von brutalen Falschmeldungen.
Im Interview mit RTL erinnert sich die 40-Jährige: "Bei mir wurde ein Foto genommen und ich wurde damit im Krankenhaus dargestellt. Dazu hieß es, wir hätten unser Kind verloren." Die Falschmeldung über den angeblichen Tod ihres Kindes verbreitete sich so weit, dass die Familie auch im persönlichen Umfeld damit konfrontiert wurde: "Der Papa von Gustav wurde am Arbeitsplatz angesprochen, wie schlimm das wäre", berichtet Menden. Viele Menschen könnten "gar nicht auseinanderhalten: Ist das jetzt ein Deepfake oder nicht? Und was löst du da für Ängste in Menschen aus?", merkt sie an.
Die falschen Meldungen über ihr Baby belasteten die frisch gebackene Mutter sehr: "Ich habe an dem Tag so viel geweint und habe nächtelang nicht schlafen können, weil mich das richtig verfolgt hat", berichtet sie.
"Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf"
Zuletzt sei es außerdem zu einem Vorfall gekommen, der Menden und Masurek dazu veranlasste, die Polizei einzuschalten. Nähere Details nennt Menden in dem Interview nicht, der Vorfall habe jedoch spürbare Auswirkungen auf das gemeinsame Familienleben gehabt. Das Paar habe in der Folge Kameras und ein Alarmsystem installiert: "Das hat unseren Alltag in der freien Bewegung eingeschränkt", betont Menden.
Dass besonders Personen des öffentlichen Lebens immer wieder zur Angriffsfläche werden, dafür hat Menden kein Verständnis: "Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf", stellt sie klar.
Auch GZSZ-Kollegin Josefin Bressel (35) hat bereits Erfahrungen mit digitaler Gewalt machen müssen. Auf Facebook wurde eine Falschmeldung verbreitet, dass die Schauspielerin nach langer Krankheit verstorben sei. Für Bressel eine klare Grenzüberschreitung: "Das betrifft das wahre Leben, damit macht man einfach keine Witze." Bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" wird Bressels Serienfigur Alicia ebenfalls Opfer digitaler Gewalt. Die Daily-Soap will damit gemeinsam mit der Organisation HateAid auf das Thema aufmerksam machen und Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. "Ihr seid nicht allein und habt jedes recht, euch zu wehren", betont Anne Menden.