Ian McKellen erinnert an seinen Freund Patrick Stewart

Ian McKellen würdigt seinen verstorbenen Freund Patrick Stewart mit emotionalen Worten. Er erinnert an ihre gemeinsame Zeit bei der Royal Shakespeare Company und verrät, dass er ihm einst von "Star Trek" abgeraten hatte.
(ncz/spot) |
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Ian McKellen (links) und Patrick Stewart kannten sich seit 50 Jahren und waren eng befreundet.
Ian McKellen (links) und Patrick Stewart kannten sich seit 50 Jahren und waren eng befreundet. © imago images/FAMOUS/James Warren

Nach dem Tod von Patrick Stewart (1940-2026) hat Ian McKellen (87) seinem langjährigen Freund und Schauspielkollegen mit bewegenden Worten gedacht. In einem Beitrag auf Instagram erinnerte sich der "Der Herr der Ringe"-Star an die gemeinsame Zeit und beschrieb Stewart als einen Menschen, der seine Gefühle stets offen zeigte.

"Er trug sein Herz auf der Zunge. Das machte ihn zu einem Menschen, auf den man sich verlassen konnte, den man bewundern und in meinem Fall lieben konnte", schrieb McKellen. Zuvor hatte er vor allem Stewarts Herkunft aus der englischen Grafschaft Yorkshire hervorgehoben. Seine Heimat habe den Schauspieler bis zuletzt geprägt. Das habe man sowohl an seinem Akzent als auch an seiner aufrichtigen und direkten Art gemerkt.

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McKellen riet ihm zunächst von "Star Trek" ab

Die beiden Schauspieler lernten sich vor rund 50 Jahren als junge Darsteller bei der Royal Shakespeare Company kennen. Eine besonders lebhafte Erinnerung verbindet McKellen allerdings mit einem späteren Treffen auf einer Londoner Straße. Damals erzählte Stewart ihm von dem Angebot, die Hauptrolle in der Science-Fiction-Serie "Star Trek" zu übernehmen.

McKellen war zunächst skeptisch: "Aber Patrick, denk an deine Bühnenkarriere in Großbritannien. Willst du wirklich riskieren, für Jahre und Jahre in Hollywood unterzugehen?" Stewart entschied sich dennoch für das Abenteuer. Eine Entscheidung, für die McKellen heute dankbar ist. Schließlich wurde sein Freund als Captain Jean-Luc Picard weltberühmt und feierte später auch mit den "X-Men"-Filmen große Kinoerfolge.

Dabei habe Stewart seinen Wurzeln als Theaterschauspieler nie den Rücken gekehrt. McKellen erinnerte an seine Auftritte in klassischen Stücken von William Shakespeare, Henrik Ibsen, Arthur Miller und weiteren renommierten Dramatikern. Er habe seinen internationalen Ruhm genutzt, um sowohl dem Kino- als auch dem Theaterpublikum unvergessliche Rollen zu schenken.

Stolz auf seine Heimat Yorkshire

Auch wenn die USA zu Stewarts Wahlheimat wurden, wo er seine geliebte Ehefrau Sunny kennenlernte, habe er seine Herkunft nie vergessen. Sie habe ihn durch Krankheit und Gesundheit, durch gute und schlechte Zeiten begleitet, schrieb McKellen. Als eine seiner größten Errungenschaften bezeichnete er deshalb nicht nur seine Schauspielkarriere, sondern auch die Ernennung zum Kanzler der Universität Huddersfield in seiner Heimat Yorkshire.

Ganz verabschieden müssen sich die Fans von Stewart auf der Leinwand offenbar noch nicht: McKellen verwies in seinem Nachruf auf dessen letzten Auftritt in "Avengers: Doomsday", der noch aussteht.

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