Hugo Bachmaier: Ich habe Angst zu verhungern

Promi-Wirt Hugo Bachmaier hat sich die Achillessehne gerissen, danach Keime im Fuß gehabt – und jetzt, während der Corona-Krise, streikt seit einer Woche der Lift. Er sitzt daheim im fünften Stock fest.
| Kimberly Hagen
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Sauer und hungrig vorm leeren Kühlschrank: Hugo Bachmaier.
Privat Sauer und hungrig vorm leeren Kühlschrank: Hugo Bachmaier.

Promi-Wirt Hugo Bachmaier hat sich die Achillessehne gerissen, danach Keime im Fuß gehabt – und jetzt, während der Corona-Krise, streikt seit einer Woche der Lift. Er sitzt daheim im fünften Stock fest.

Alles begann mit einem ungewöhnlichen Flirtversuch, also lustig und ein bisserl verrückt: Schwabings schillernder Promi-Wirt Hugo Bachmaier (62, Bachmaier Hofbräu) wurde auf einer, nun ja, eher wilden Party von einer Brasilianerin im Eifer des Feier-Gefechts "angesprungen", wie er es nennt.

Hugo Bachmaier: Achillessehnen-Riss beim Flirten

Gentleman-like fing Hugo sie natürlich auf und riss sich dabei unglücklicherweise die Achillessehne. Als diese fast verheilt war, bildeten sich plötzlich Keime im Fuß, wahrscheinlich durch eine Verunreinigung. Die Schmerzen waren laut Hugo "unerträglich" und es dauerte lange, bis ein Arzt die Ursache richtig diagnostizierte. Drei Wochen war der Gastronom zuletzt in der Klinik in Murnau. Als Bachmaier zurück in seine Münchner Wohnung humpelte, dachte er, das Schlimmste endlich überstanden zu haben.

Hugo Bachmaier ist verletzt und kann keine Treppen gehen

Dann der nächste Schreck: Der Lift in seinem Wohnhaus blieb am Montag vor einer Woche stecken. "Zum Glück war ich zu dem Zeitpunkt nicht im Fahrstuhl", erzählt der Wirt der AZ. "Aber ich wohne in einer Dachgeschosswohnung im fünften Stock. Ohne Lift bin ich momentan aufgeschmissen. Ich kann noch nicht auftreten, Treppensteigen ist also unmöglich. Wie soll ich zum Supermarkt kommen? "Ich habe wirklich Angst zu verhungern."

Sauer und hungrig vorm leeren Kühlschrank: Hugo Bachmaier.
Sauer und hungrig vorm leeren Kühlschrank: Hugo Bachmaier. © Privat

Hugo Bachmaier ist derzeit Single, durch die Corona-Krise meiden auch seine Freunde zusätzliche Supermarkt- oder Heimbesuche. "Außerdem haben die alle Wichtigeres zu tun. Müssen sich um ihre Kinder oder älteren Verwandten kümmern", meint er. "Wenn ich frage, ob sie mir Eier oder Nudeln bringen könnten, würden sie mich für verrückt erklären."

Essen liefern lassen? Nicht so einfach!

Was ist mit Online-Lieferungen? "Daran habe ich schon gedacht", meint Bachmaier. "Aber alle Ketten und Firmen liefern nur, wenn es einen Lift gibt. Und den gibt es ja nun eben nicht." Die Reparatur hat sich in den letzten Tagen als "unglaubliches Problem" entpuppt: "Es ist nicht zu fassen und extrem ärgerlich, ich telefoniere hundert Mal am Tag der Fahrstuhlfirma hinterher – ohne dass es etwas bringt." Als ein Mitarbeiter geschickt wurde, schöpfte Bachmaier Hoffnung. Vergeblich: "Er hat sich alles angeschaut, aber später ist der Auftrag in den Unterlagen der Firma verschwunden. Als ich mehrmals nachfragte, wusste niemand von irgendwas." Auch heute hat er häufig nachgefragt, schließlich hörte er am Telefon diese Antwort: "Vielleicht schicken wir morgen jemanden."

Kommt Hugo bis dahin kulinarisch über die Runden? "Langsam wird’s eng, mein Kühlschrank ist komplett leer. Ich war leider noch nie der Diät-Typ. Auch Fasten ist für mich ein Fremdwort."

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