Hollywoodstar Christoph Waltz: Was ist sein Geheimnis?

Nach seinem Durchbruch in Hollywood wurde Christoph Waltz zum Weltstar. Warum fasziniert uns der deutsch-österreichische Schauspieler so sehr? ARTE spürt dem Können und Leben des Ausnahmedarstellers in einer Doku nach.
von  Maximilian Haase
Seit seinen oscargekrönten Erfolgen in zwei Quentin-Tarantino-Filmen ist Christoph Waltz ein weltweit gefeierter Star. Im März 2026 besuchte er die Actor Awards in Los Angeles. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Film "Frankenstein" war er in der Kategorie "Bestes Schauspielensemble in einem Film" nominiert.
Seit seinen oscargekrönten Erfolgen in zwei Quentin-Tarantino-Filmen ist Christoph Waltz ein weltweit gefeierter Star. Im März 2026 besuchte er die Actor Awards in Los Angeles. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Film "Frankenstein" war er in der Kategorie "Bestes Schauspielensemble in einem Film" nominiert. © 2026 Getty Images/Amy Sussman

Es gibt nicht viele deutschsprachige Schauspieler, die es in Hollywood schafften. Einer davon gehört mittlerweile zu den ganz Großen des Filmbusiness: Christoph Waltz ist aus dem Starrummel der Traumfabrik nicht mehr wegzudenken; Internationale Schauspieler und Regisseure lechzen nach einer Zusammenarbeit mit ihm. Kein Geringerer als Quentin Tarantino entdeckte den einst vor allem für TV-Produktionen bekannten Darsteller - und verhalf ihm mit heute längst ikonischen Schurken-Rollen zu zwei Oscars. Was ist das Geheimnis des gebürtigen Wieners, der in Berlin und Los Angeles zu Hause ist und inzwischen drei Staatsbürgerschaften besitzt? In seiner am Freitag auf ARTE wiederholten Doku von 2020 "Christoph Waltz: Der Charme des Bösen" spürt Regisseur Kurt Meyer der Aura des Schauspielers ebenso nach wie seinem kaum bekannten Privatleben.

Zweimal wurde Christoph Waltz, der im Oktober 70 Jahre alt wird, mit dem Academy Award ausgezeichnet - für seine Rolle als SS-Standartenführer in Tarantinos "Inglourious Basterds" (2009) sowie für die Darstellung des Kopfgeldjägers in "Django Unchained" (2012), ebenfalls ein Tarantino-Film. Fiese Charaktere mit verstörend freundlichem Blick - damit schaffte Waltz den Durchbruch. Doch ist der begnadete Darsteller viel mehr als das, wie Filmexpertin Gabi Flossmann in der Doku Talent und Werdegang des bescheidenen Superstars analysiert. Zu Wort kommen Wegbegleiter wie Regisseur Alexander Payne und Schauspielerin und einstige Waltz-Lehrerin Erni Mangold. Filmausschnitte belegen die Vielfalt in Waltz' Rollen.

Das erste umfassende filmische Porträt des Ausnahmeschauspielers liefert zudem seltene Einblicke jenseits des Professionellen. Zu sehen ist auch ein originelles Bilddokument von 1977: Damals hatte Christoph Waltz in der ORF-Kindersendung "Am Dam Des" seinen ersten Fernsehauftritt.

Christoph Waltz: Der Charme des Bösen - Fr. 14.08. - ARTE: 21.55 Uhr

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