Hollywood-Rente mit 48? David Krumholtz schwört der Schauspielerei ab

Mehr als 140 Rollen in drei Jahrzehnten, zuletzt in "Oppenheimer" und "Supergirl": David Krumholtz hat sein Karriereende erklärt. Eine einzige E-Mail reichte ihm dafür. Was der 48-Jährige unmittelbar danach empfand, hat ihn selbst überrascht.
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US-Schauspieler David Krumholtz beendet seine Karriere.
US-Schauspieler David Krumholtz beendet seine Karriere. © imago/Everett Collection

David Krumholtz (48) hat seiner Branche den Rücken gekehrt. Der US-Schauspieler, zuletzt als Zor-El in "Supergirl" zu sehen, verkündete das Ende seiner Laufbahn in einem Beitrag auf Threads, den er kurz darauf wieder löschte. "Frustriert, genervt, ausgebrannt" sei er, schrieb er darin, wie der "Hollywood Reporter" berichtet.

Jahrelang habe er sich vor diesem Schritt gefürchtet: "Ich habe meine Schauspielkarriere neulich so halb auf Eis gelegt. Konkret war da die Angst, pleitezugehen und es nicht auszuhalten, raus aus dem Spiel zu sein. Aber ich habe die endgültige E-Mail abgeschickt." Was danach kam, hat ihn offenbar selbst überrumpelt: "Eine riesige Welle der Erleichterung ist über mich hinweggerollt." Wovon er künftig leben werde, wisse er nicht. "Ich habe gerade eine gewaltige Last abgeworfen, deren Gewicht mir nicht bewusst war, bis sie weg war."

"Der Beruf hat seinen Glanz verloren"

Der Post schlug hohe Wellen, Krumholtz beantwortete zahlreiche Kommentare seiner Fans. Die Anteilnahme sei "überwältigend überraschend", schrieb er. Und schob eine Unterscheidung nach, die ihm wichtig zu sein scheint: Professionell zu schauspielern sei etwas völlig anderes als das Schauspielen an sich. "Ich habe jede einzelne Minute genossen, in der ich diesen Muskel trainiert habe. Ich habe den Rummel genossen. Es gab eine Zeit, in der Wettbewerbsdenken und Selbstbezogenheit meinem Karriereziel wirklich zugutekamen. Diese Zeit ist vorbei." Zu seiner eigenen Verblüffung, wie er anfügte: "Für mich hat der Beruf seinen Glanz verloren."

Unter den Reaktionen war auch die seines Kollegen Garret Dillahunt (61): "Das sind traurige Nachrichten für mich. Aber ich freue mich für dich. Ich verstehe das vollkommen." Krumholtz antwortete vage: "Ich hoffe, eine neue, erfüllendere Leidenschaft zu finden." Das Branchenmagazin bat das Management des Schauspielers um eine Einordnung.

Vom Weihnachtself zum Physiker

Krumholtz hat eine Filmografie mit mehr als 140 Einträgen vorzuweisen, die bis in die frühen 1990er Jahre zurückreicht. Der gebürtige New Yorker tauchte früh in "Law & Order" auf und spielte im "Eissturm". Einem jüngeren Publikum blieb er als Oberelf Bernard aus der "Santa Clause"-Reihe im Gedächtnis. Im Fernsehen trug ihn über Jahre die Krimiserie "Numb3rs", in der er 119 Folgen lang ermittelte. Dazu kamen Kinofilme wie "10 Dinge, die ich an dir hasse", "Ray", "Bobby", "Superbad" und "Hail, Caesar!".

Von einem Karriereknick kann keine Rede sein. Für seine Darstellung des Physikers Isidor Rabi in Christopher Nolans Oscar-Gewinner "Oppenheimer" bekam Krumholtz beste Kritiken. Danach folgten das Springsteen-Biopic "Deliver Me From Nowhere" sowie zwei Projekte an der Seite von Seth Rogen: die Serie "The Studio" und "Sausage Party: Foodtopia".

Ausgerechnet in dieser Phase zieht der 48-Jährige nun einen Schlussstrich.

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