"Höhle der Löwen"-Gründer lernten sich vor 25 Jahren bei "Herzblatt" kennen

Die "Sauberkugel" von Susanne und Bernd Schmekel ist ein Erfolgskonzept - da sind sich gleich drei Löwen einig. Im Werben umd die Gunst der Gründer, die sich einst im TV kennenlernten, entbrennt ein hartes Battle.
von  Paulina Meissner
Bernd Schmekel und seine Frau Susanne haben die "Sauberkugel" erfunden.
Bernd Schmekel und seine Frau Susanne haben die "Sauberkugel" erfunden. © RTL

Überlicherweise stehen die Gründerinnen und Gründer, die bei der "Höhle der Löwen" auf die Hilfe der Investoren hoffen, mit ihrem Unternehmen noch eher am Anfang. Davon kann bei Susanne (49) und Bernd Schmekel (51) jedoch kaum die Rede sein. Mit ihrer "Sauberkugel" haben sie ein Erfolgsprodukt erschaffen - und zu zweit in den vergangenen acht Jahren bereits 8 Millionen Euro Umsatz generiert. Dennoch hoffen sie nun auf die Hilfe der Löwen.

TV-Novizen sind die beiden nicht. Vor rund 25 Jahren lernten sie sich in der ARD-Kuppelshow "Herzblatt" kennen. Das mit der Liebe hat schon mal geklappt - jetzt soll es in Folge 5 der VOX-Show (TV-Ausstrahlung: 28. September) auch geschäftlich funken.

Die "Sauberkugel" hat Krümmeln, Staub und Sand den Kampf angesagt. Die Idee entstand, als Susanne immer wieder Krümel und Staub in ihrer Handtasche entdeckte. "Mein Naturell ist immer, Probleme zu lösen", erklärt die Gründerin. Und so entwickelte sie eine kleine Kugel mit klebriger Oberfläche, die beim Herumrollen in der Tasche jeden Dreck aufnimmt. Mit Erfolg. Über 1,5 Millionen Einheiten haben Susanne und Bernd bereits verkauft und sind längst nicht mehr nur in Deutschland, sondern auch in Japan, den USA, Taiwan und Südkorea auf dem Markt. "Das Material ist der Oberknaller. Es klebt immer, ich kann es abwaschen und wenn es nass ist, klebt es nicht", berichtet Susanne strahlend.

Davon zeigen sich die Löwen schwer beeindruckt. "Da muss man ja schon mal sagen: Wow! Glückwunsch!", lobt Ralf Dümmel. Das Angebot der Gründer an die Löwen: 250.000 Euro für 10 Prozent der Firmenanteile. Frank Thelen bleibt hingegen skeptisch: "Oftmals verstehe ich, warum Gründer unsere Hilfe brauchen. Bei euch verstehe ich das nicht und irgendwas sagt mir, irgendwas ist noch nicht so richtig an der Story." Susanne und Bernd Schmekel erklären, dass sie besonders bei der Produktion der internationalen Bestellungen Unterstützung benötigen. Dagmar Wöhrl erkennt: "Euch fehlt Personal, euch fehlt Vorfinanzierung, und was euch vor allem fehlt, ist Marketing."

Gleich drei Löwen wollen Deal mit Gründern abschließen

Drei der Löwen sind von der kleinen "Sauberkugel" trotz aller Bedenken angetan. Andreas W. Herb bietet dem Gründerpaar, das sich vor 25 Jahren in der TV-Sendung "Herzblatt" kennen und lieben gelernt hat, 250.000 Euro für 25,1 Prozent Anteile.

Auch Judith Williams und Ralf Dümmel sind interessiert und fest entschlossen, sich den Deal zu sichern. Williams kündigt mit großen Worten an: "Der Ralf ich und haben uns ja hier über die Jahre häufig gebattelt und wir lieben uns sehr, aber wir batteln uns umso härter!" Dann erklärt sie: "Ich glaube, das wird jetzt eines unserer härtesten Battles."

Ralf Dümmel steigt ein und betont: "Ich will diesen Deal unbedingt haben!" Beide bieten 250.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile, und Dümmel legt gleich noch ein paar warme Worte nach: "Was ihr beide erreicht habt bis zum heutigen Tag, da kann man nur den allergrößten Respekt vor haben."

Das Lob scheint nicht nur die Gründer, sondern auch Dümmels Kollegen Herb erreicht zu haben. Er passt sein Angebot an und zieht mit Williams und Dümmel gleich: 250.000 Euro für 20 Prozent. Nach einer kurzen Besprechung verkünden die Gründer: "Wir wollen mit Ralf gehen - wir werden es tun, wir werden mit Ralf gehen." Dümmel bricht daraufhin in Jubel aus und Herb gibt sich als fairer Verlierer: "Ja, Glückwunsch Ralf, geiler Deal!"

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