Heute vor 134 Jahren wurde König Ludwig II. von Bayern für geisteskrank erklärt

Ludwig II. bleibt auch 134 Jahre nach seinem Tod ein Rätsel, ein bayerisches Mysterium. Am 13. Juni 1886 starb der Monarch unter nie geklärten Umständen im Starnberger See. War es ein Unfall? Selbstmord? Oder gar Mord? Für jede dieser Theorien gibt es leidenschaftliche Verfechter.
| AZ, dpa
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König Ludwig II. von Bayern.
Bayer. Schlösserverwaltung König Ludwig II. von Bayern.

Sein rätselhaftes Ende passt zum sagenumwobenen Leben des Adligen. Ludwig II. wurde am 25. August 1845 in München geboren. Er war der älteste Sohn von König Maximilian II. und dessen Frau Marie von Preußen - und damit Thronfolger des Hauses Wittelsbach. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters wurde er am 10. März 1864 - im Alter von nur 18 Jahren - zum jüngsten regierenden Fürsten Europas. Schon zwei Jahre nachdem er den Thron bestiegen hatte, unterlag Bayern den Preußen im "Deutschen Krieg" und war seitdem außenpolitisch von Preußen abhängig.

Den Gegenpol zur Politik fand Ludwig vor allem in der Musik Richard Wagners. Immer öfter zog sich der König aufs Land zurück, wo er sich prächtige Schlösser bauen ließ - und Bayern damit an den Rand des Ruins trieb.

Heute vor 134 Jahren unterschrieb Psychiater Gudden das Gutachten

Ludwig II. soll schwer depressiv gewesen sein. Am 10. Juni 1886 wurde er wegen angeblicher Anzeichen einer Geisteskrankheit entmündigt und in Schloss Berg am Starnberger See unter Hausarrest gestellt. Drei Tage später waren er und sein Psychiater Dr. Bernhard von Gudden, der ihn für verrückt erklärt hatte, tot. Der Märchenkönig schrieb einmal: "Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen."

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