Herbert Reul nimmt Friedrich Merz nach Waldbrand-Besuch in Schutz: "Das ist doch totaler Unsinn!"

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat in diesem Jahr auf seinen Urlaub verzichtet. Grund sei der verheerende Waldbrand an der deutsch-belgischen Grenze gewesen, so der CDU-Politiker am Freitagabend in der WDR-Talkshow "Kölner Treff". Besonders wichtig sei dabei die Arbeit der vielen freiwilligen Helfer gewesen.
Marko Schlichting |
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NRW-Innenminister Herbert Reul war im "Kölner Treff" zu Gast.
NRW-Innenminister Herbert Reul war im "Kölner Treff" zu Gast. © WDR/Melanie Grande

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (73) hat die Arbeit der freiwilligen Einsatzkräfte bei dem schweren Waldbrand an der deutsch-belgischen Grenze gelobt. In der WDR-Talkshow "Kölner Treff" sagte der Politiker am Freitagabend: "Bei meinen Ehrenamtlichen, bei den Leuten, die bei der Feuerwehr, beim Malteser oder dem Roten Kreuz sind, sind Typen, die nicht fragen, was man irgendwo mitkriegen kann. Sondern was sie geben können. Das ist beispiellos."

Er sei "ein elender Optimist, und ich glaube nicht, dass das die Minderheit ist", erklärte der CDU-Politiker. "Ich glaube, das ist die Mehrheit." Der Großteil der Menschen engagiere sich, sagt Reul. "Es sind nur ein paar Schlaumeier, die diese Debatte immer bestimmen, und das geht mir langsam auf den Keks."

"Ich habe da auch gestört beim Rumlaufen"

Herbert Reul war während des Brandes vor Ort. Ihm ist aber klar: "Ich habe da auch gestört beim Rumlaufen, wenn man ehrlich ist. Ich wollte nur denjenigen zeigen, die die Arbeit machen, ich nehme Anteil daran und ich finde es wichtig. Ich stärke Euch den Rücken, ohne dass ich helfen kann. Ich kann doch nicht löschen, das fange ich erst gar nicht an."Auch Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor Ort gewesen, antwortet Reul auf eine Bemerkung von Moderator Micky Beisenherz. "Ich kann die Debatte nicht mehr hören: Wer war zuerst da, wer war Zweiter, Dritter, Vierter. Das ist doch totaler Unsinn."

Der Waldbrand war am 13. August im Hürtgenwald im Kreis Düren ausgebrochen. Er dehnte sich auf 300 bis 400 Hektar aus. Wegen der Gefahr für die Bevölkerung mussten kurzzeitig 1.800 Einwohner des Ortsteils Gey in der Gemeinde Hürtgenwald ihre Häuser verlassen. An der Brandbekämpfung waren unter anderem mehrere hundert Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt. Gemeinsam mit anderen Hilfskräften gelang es ihnen nach gut einer Woche, den Waldbrand zu löschen.

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