Hayden Panettiere: Polizei sieht kein Fremdverschulden

Der überraschende Tod von Hayden Panettiere im Alter von 36 Jahren sorgt weltweit für Entsetzen. Die Polizei in Greenville hat nun erste Details zu den Umständen preisgegeben.
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Hayden Panettiere wurde am Sonntag leblos aufgefunden.
Hayden Panettiere wurde am Sonntag leblos aufgefunden. © imago images/Cover-Images

In die Trauer um Schauspielerin Hayden Panettiere (1989-2026) mischt sich Rätselraten über ihren plötzlichen Tod mit nur 36 Jahren. Nun gibt es erste Angaben der Ermittler: Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen demnach nicht vor. Das teilte ein Sprecher der Polizei von Greenville dem US-Sender NBC News mit.

Jede Hilfe kam zu spät

Panettiere war am Sonntag gegen 13:50 Uhr Ortszeit leblos in einer Wohnung in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina gefunden worden. Den Notruf mit Hinweis auf eine "nicht ansprechbare Frau" setzte laut Polizei eine der Schauspielerin nahestehende Person ab. Rettungskräfte sollen noch medizinische Hilfe geleistet haben, konnten aber nichts mehr ausrichten: Die Betroffene, die später als Panettiere identifiziert wurde, sei noch vor Ort für tot erklärt worden.

Ermittlungen dauern an

Die ersten Ermittlungen hätten keine Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder verdächtige Umstände ergeben, so die Polizei weiter. Der Fall werde gemeinsam mit dem gerichtsmedizinischen Institut des Greenville County untersucht.

Zur Todesursache gibt es bislang keine offiziellen Angaben. "Es laufen Ermittlungen", sagte Kacey Kitchen, die Sprecherin der Schauspielerin. "Wir sollten morgen mehr wissen."

Am Samstag war Panettiere Medienberichten zufolge in Los Angeles gemeinsam mit ihrem On-off-Partner Brian Hickerson in ein Flugzeug Richtung Süden gestiegen.

Vom Kinderstar zur "Heroes"-Darstellerin

Panettiere stand schon als Baby für Werbespots vor der Kamera, mit vier Jahren spielte sie in der Daily Soap "Liebe, Lüge, Leidenschaft". Der Durchbruch gelang ihr als Cheerleaderin Claire Bennet in der Mystery-Serie "Heroes", später verkörperte sie die Countrysängerin Juliette Barnes in "Nashville".

Dazu kamen Auftritte in "Ally McBeal", "Law & Order: Special Victims Unit" und "Malcolm mittendrin" sowie die Rolle der Kirby Reed in "Scream 4" und "Scream VI". Ihr letzter Film war der Psychothriller "Sleepwalker" von Brandon Auman, der im Januar erschien.

Hinter der Fassade musste sie viel ertragen

Auf ihren Tod reagierten bereits etliche Weggefährten im Netz. "Ich liebe dich, Hayden", schrieb etwa ihr "Scream 4"-Kollege David Arquette.

Hayden Panettiere hinterlässt ihre elfjährige Tochter Kaya, die aus der Beziehung mit dem früheren Schwergewichtsboxer Wladimir Klitschko stammt. Das Paar war seit 2009 zusammen, verlobte sich 2013 und trennte sich 2018.

In den Jahren vor ihrem Tod hatte die Schauspielerin öffentlich über ihre Alkohol- und Opioidabhängigkeit sowie über Wochenbettdepressionen gesprochen und 2021 einen Entzug abgeschlossen. 2023 verlor sie ihren engsten Vertrauten: Ihr Bruder Jansen Panettiere starb völlig überraschend mit 28 Jahren. Als Ursache wurde eine Herzvergrößerung in Verbindung mit Komplikationen an der Aortenklappe festgestellt.

Hilfe bei Depressionen, Suizidgedanken und der Bewältigung von Krisen bietet in Deutschland Tag und Nacht die Telefonseelsorge unter den kostenlosen Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder unter der 116 123. Anrufende bleiben anonym.

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