Hayden Christensen wird 45: Kontroverser "Star Wars"-Star

Er wurde in der weit, weit entfernten Galaxis wenig überzeugend zu Darth Vader und konnte sonst als Schauspieler nicht sonderlich auf sich aufmerksam machen. Heute wird Hayden Christensen 45 Jahre alt.
(lau/spot) |
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Hayden Christensen bei einem Event im Jahr 2024.
Hayden Christensen bei einem Event im Jahr 2024. © imago images/Cover-Images / MediaPunch

"Ich mag Sand nicht. Er ist kratzig und rau und unangenehm. Er ist einfach überall", sagt der von Hayden Christensen (45) gespielte Anakin Skywalker in "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" zu Padmé Amidala (Natalie Portman, 44), Momente bevor sich die beiden tragischen Liebenden küssen.

Es sind Dialogzeilen wie diese, die unbedingt in eine Bewertung der Schauspielleistung des kanadischen Darstellers Hayden Christensen in den zwei "Star Wars"-Filmen der Jahre 2002 und 2005 einfließen müssen. Denn für Christensen, der heute 45 Jahre alt wird, war die Rolle des Anakin Skywalker, des späteren Darth Vader, unzweifelhaft die seines Lebens. Und seine Darbietung wurde von vielen Seiten geradezu zerrissen, von der professionellen Filmkritik ebenso wie von der gerade erst entstehenden Fankultur des Internets. So ganz gerecht wurde ihm das nicht, denn schließlich musste er ja auch mit dem Material arbeiten, das ihm "Star Wars"-Schöpfer George Lucas (81) gegeben hatte.

Casting-Coup mit Anfang 20

Gegen Hunderte von Mitbewerbern - Gerüchten zufolge sogar Leonardo DiCaprio (51) - setzte sich der 1981 geborene Christensen zu Beginn der 2000er Jahre durch, um die Hauptrolle in der zweiten "Star Wars"-Trilogie zu ergattern.

Zuvor hatte der in Vancouver geborene und nahe Toronto aufgewachsene Christensen in seiner Jugend als Sportler brilliert, Tennis und Eishockey gespielt und schon früh mit der Schauspielerei angefangen. Seine größte Rolle vor "Star Wars" war wohl die eines drogensüchtigen Teenagers in der TV-Serie "Higher Ground".

"Hinter diesen Augen verbirgt sich etwas so Interessantes; man möchte einfach mehr erfahren. Er ist einfach ein unglaublich verführerischer und faszinierender Schauspieler", sagte laut "The Guardian" "Star Wars"-Casting-Direktorin Robin Gurland anlässlich seiner Besetzung im Jahr 2000 über Christensen, für den seine Anakin-Rolle einen ganz bedeutenden Karrieresprung markierte.

Die Probleme der "Star Wars"-Prequels

Doch stand der junge Mann vor einer Herkules-Aufgabe, der er letztlich nicht gewachsen war. Er sollte Darth Vader spielen, bevor der zu Darth Vader wurde - in einer Reihe von Prequels zur "Star Wars"-Originaltrilogie. Das Konzept der Vorgeschichte, um ein Franchise zeitlich in eine andere Richtung auszubauen, war zu Beginn der 2000er Jahre noch relativ neu.

Nun haben sich schon Generationen an "Star Wars"-Fans darüber gestritten, ob die sogenannten Prequels überhaupt eine gute Idee waren. Ist es wirklich sinnvoll, eine mysteriöse, aber gerade deswegen furchteinflößende Figur wie Darth Vader wieder aufzugreifen und schließlich komplett zu entmystifizieren?

Zudem war völlig klar, wie alles ausgehen würde und welche Figuren überleben würden. Altmeister Lucas hatte daneben gerade erst das CGI für sich entdeckt - und setzte die Technik im Übermaß ein. Außerdem hatte der "Star Wars"-Schöpfer einmal mehr seine berüchtigten, nahezu unsprechbaren und hölzernen Dialoge verfasst.

Hayden Christensen stand zudem vor der Herausforderung, dass Lucas Anakins Transformation zu Darth Vader bewerkstelligen wollte, indem er ihn zunächst als unreifen, weinerlichen Teenager zeigte. Mit Natalie Portman hatte der Jungstar schlicht berüchtigt wenig Chemie auf der Kinoleinwand. Ihre am Comer See gedrehten Liebesszenen, aus denen auch das eingangs erwähnte "Ich mag Sand nicht"-Zitat stammt, lösen bei vielen "Star Wars"-Fans auch Jahrzehnte später noch Schaudern aus.

Schmähpreise und eine eingeschlafene Schauspielkarriere

Für all diese Aspekte der "Star Wars"-Produktion musste letztlich Christensen auf eine Art bezahlen. Für jeden seiner zwei "Star Wars"-Auftritte erhielt er eine Goldene Himbeere - und spürt höchstwahrscheinlich auch im Jahr 2026 noch gelegentlich den Zorn der leidenschaftlichen Fans der Sternenkriege-Saga.

Auch in einigen anderen großen Hollywoodfilmen wie etwa "Jumper" aus dem Jahr 2008, der über 225 Millionen US-Dollar einspielte, war Christensen in den Jahren nach "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" noch zu sehen, doch nach dem Jahr 2010 stagnierte seine Karriere merklich.

Nach eigener Aussage hat der Star viel Zeit auf seiner Farm in der Nähe von Toronto verbracht. "Es war keine bewusste Entscheidung, aber ich habe meine Zeit auf meiner Farm sehr genossen, und es fiel mir schwer, sie zu verlassen", verriet er einmal vor einigen Jahren, vor seiner Rückkehr in den "Star Wars"-Serien "Obi-Wan Kenobi" und "Ahsoka", dem britischen "Guardian". Das habe zwar Auswirkungen auf seine Karriere gehabt, aber "ich war mir dessen bewusst und konnte damit leben", so Christensen wörtlich.

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