Harte Kritik an Amazon: Neil Young verschenkt seine Musik an Grönland

Nachdem er seine Musik schon von der Plattform entfernt hat, ruft Neil Young seine Fans zum Boykott von Amazon auf. Der Musiker geht aber noch einen Schritt weiter. Alle Grönländer dürfen seine Musik kostenlos hören.
(smi/spot) |
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Neil Young zeigt klare Kante.
Neil Young zeigt klare Kante. © imago/ZUMA Press / Chad Hipolito

Nach der Aufregung um Donald Trumps (79) Annexionspläne gibt es nun gute Nachrichten für alle Grönländer. Neil Young (80) will seine Musik allen Bewohnern der größten Insel der Erde kostenlos zur Verfügung stellen. Dies kündigte der Musiker in einer Nachricht auf seiner Homepage an.

"Ich hoffe, dass meine Musik und meine Musikfilme etwas von dem unbegründeten Stress und den Drohungen lindern können, die Sie durch unsere unpopuläre und hoffentlich nur vorübergehende Regierung erleben", schrieb der gebürtige Kanadier, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt.

Jeder Mensch, der ein Handy mit einer Länderkennung von Grönland besitzt, kann sich auf Youngs Webseite registrieren. Dann kann er ein Jahr kostenfrei dessen Songs hören. So lange er sich auf der zu Dänemark gehörigen Insel befindet, kann er den Zugang zu Youngs Werk erneuern.

Neil Young wettert erneut gegen Amazon

Zum Hintergrund: Neil Young hatte bereits Ende 2025 alle seine Platten von Amazon abgezogen. Als Grund nannte er damals die Unterwerfung von Jeff Bezos (62), Amazon-Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Verwaltungsrats, unter Donald Trump.

Wenige Tage vor seiner Grönland-Ankündigung legte Neil Young nach. Er rief auf seiner Homepage zum Boykott des Handelsgiganten auf. "Wenn Sie so empfinden wie ich, empfehle ich dringend, Amazon nicht zu nutzen", schrieb er.

Als Grund nannte Young einmal mehr Bezos' Unterstützung von Donald Trump. Denn: "Die internationalen Politiken des Präsidenten und seine Unterstützung von ICE machen es mir unmöglich, diese Handlungen zu ignorieren". Anstatt Amazon zu nutzen, ruft Young seine Fans auf, lokale Plattenhändler zu unterstützen. Auch in der digitalen Welt gebe es genug Alternativen, seine Musik zu kaufen. Oder man wohnt in Grönland und kommt kostenlos in den Genuss.

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