Hannes Hellmann: Mit dieser ungewöhnlichen Sportart hält er sich fit

Von Selbstverteidigung bis Quengelei: TV- und Bühnenstar Hannes Hellmann ist am 16 Januar in der ZDF-Serie "Bettys Diagnose" zu sehen. Mit der AZ spricht er über seine Lebensphilosophie, seine größte Stärke und über ein Hobby der besonderen Art
von  Daniela Schwan
Er hat bereits an 200 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt: Wie Schauspieler Hannes Hellmann tickt und - warum er jammern "unsexy" findet.
Er hat bereits an 200 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt: Wie Schauspieler Hannes Hellmann tickt und - warum er jammern "unsexy" findet. © Mathias Bothor

Humor ist einer seiner Jungbrunnen, sagt Schauspieler Hannes Hellmann. "So lache ich über viele Dinge, die nicht so laufen, wie man es sich vorgestellt hat. Das hält jung und lebendig!" Für ihn sei Lachen nicht nur Beruf, sondern ein Lebensprinzip.

Am 16. Januar um 19.25 Uhr ist der 71-Jährige in der ZDF-Serie "Bettys Diagnose" (Folge: "Eifersüchtig") zu sehen. Mit der AZ spricht er über seine Lebensphilosophie, die ungewöhnliche Sportart, die ihn seit Jahren fit hält und darüber, warum er sich nicht als Marke eignet.

Hellmann wirkte bereits an mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen mit

Der gebürtige Kölner zählt zu den prägenden Gesichtern der deutschen TV- und Theaterlandschaft. Mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen bereichern inzwischen seine Vita, darunter "Männerpension", "Das Leben ist schön" oder "Notruf Hafenkante".

Auf der Bühne war er in großen Häusern präsent (u.a. im Münchner Residenztheater oder in den Kammerspielen). Immer wieder zieht es ihn nach München - eine Stadt, die er sehr mag und in der er sich wohlfühlt: "Auch wenn sich die Bayern und die Rheinländer schon unterscheiden", sagt er mit tiefer Stimme und lacht.

Hannes Hellmann (r.) ist am 16. Januar in der ZDF-Serie „Bettys Diagnose“ zu sehen. Mit der AZ hat er vorher gesprochen.
Hannes Hellmann (r.) ist am 16. Januar in der ZDF-Serie „Bettys Diagnose“ zu sehen. Mit der AZ hat er vorher gesprochen. © ZDF/Willi Weber

Hellmann: "Viele Menschen haben sich in der Quengelei eingerichtet"

"Frohsinn statt zu jammern, denn das ist unsexy", bringt Hannes Hellmann seine Maxime auf den Punkt. Denn: "Viele Menschen haben sich in der Quengelei eingerichtet, davon distanziere ich mich." Für ihn gilt: Glück wachse erst mit der Erfahrung: "Man muss die Selbstwirksamkeit erfahren und das Vertrauen zu sich selbst lernen - dann weiß man auch, dass es beruflich irgendwie immer weitergeht."

Was ihm dabei besonders hilft: die Selbstverteidigungskunst Aikido, die Hellmann seit Jahren praktiziert. "Dabei beschäftigt man sich damit, die schlechte Energie anderer umzuwandeln. Das Credo lautet: Akzeptiere den Sturz und versuche nicht, ihn aufzuhalten, denn dann tust du dir weh!"

Mit 71 Jahren: So hält sich der Schauspieler fit

Für ihn ist das nicht nur Sport, sondern Lebensweisheit: Fallen, aufstehen, Krönchen richten. Darüber hinaus hält er sich mit EMS-Training (elektrische Muskelstimulation, d. Red.), Fahrradfahren und gesunder Ernährung fit: "Bei meiner Frau und mir gibt es morgens Nüsse statt Industrie-Brötchen."

Ein Hobby der besonderen Art: Schauspieler Hannes Hellmann setzt seit Jahren auf den Selbstverteidigungssport Aikido.
Ein Hobby der besonderen Art: Schauspieler Hannes Hellmann setzt seit Jahren auf den Selbstverteidigungssport Aikido. © privat

Hannes Hellmann spielt gerne auch den Bösewicht

Hellmanns Markenzeichen: seine Wandelbarkeit. Das sei gut und schwierig zugleich, gibt der Charakterdarsteller zu. "Ein Kollege wie Hannes Jaenicke wird allzeit sofort erkannt. Ich hingegen weniger, höchstens an der Stimme. Ich eigne mich nicht als Marke mit Wiedererkennungswert, kann aber dadurch wirklich viele unterschiedliche Figuren spielen, gerne einen Bösewicht."

Neben seinen Rollen widmet er sich eigenen Projekten und zeigt auch hier eine große Bandbreite, vom Coaching bis hin zu "Hellmanns erhellende Fabeln"; mit seinen Karikaturen und Vierzeilern bringt er eine "freche Dosis Leichtigkeit", wie er selbst sagt, ins Netz. Doch bei all dem gilt: "Festhalten an Dingen, die einen bereichern. Und Loslassen von allem Überflüssigen."

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