Halle Berry vs. Olivier Martinez: Neue Eskalation im Sorgerechtsstreit

Halle Berry wehrt sich gegen ihren Ex-Mann Olivier Martinez. In einem neuen Antrag fordert die Oscarpreisträgerin, eine frühere Vereinbarung zum gemeinsamen Kind wiederherzustellen. Dabei erhebt sie schwere Vorwürfe. Martinez hält dagegen.
von  (ili/spot)
Olivier Martinez und Halle Berry liefern sich einen erbitterten Sorgerechtsstreit.
Olivier Martinez und Halle Berry liefern sich einen erbitterten Sorgerechtsstreit. © [M] imago/ZUMA Press Wire / Dan Herrick / imago/Newscom / GDA / CARLOS MEJIA/EL UNIVERSAL

Halle Berry (60) will vor Gericht die ursprüngliche Sorgerechtsregelung für ihren Sohn Maceo (geb. 2013) wiederherstellen lassen. Wie US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichten, die dem Magazin "People" vorliegen, beantragt die Schauspielerin die Rückkehr zum 50:50-Modell, das sie und ihr Ex-Mann Olivier Martinez (60) im Zuge ihrer Scheidung vereinbart hatten. Damit hätte sie bei strittigen Erziehungsfragen wieder das letzte Wort.

Der Antrag folgt auf einen drastischen Schritt von Martinez. Der französische Schauspieler hatte in der vergangenen Woche eine einstweilige Verfügung gegen Berry erwirkt. Er wirft ihr vor, Maceo, der am Montag 13 Jahre alt wurde, körperlich misshandelt zu haben. Der Junge soll ihn angerufen und erzählt haben, seine Mutter habe ihn angegriffen und in den Würgegriff genommen. Berrys Anwalt reagierte laut dem US-Magazin darauf mit einem Statement.

"Wütend und streitlustig"

Nun dreht Berry den Spieß um. Sie beschuldigt Martinez, den gemeinsamen Sohn gegen sie aufzubringen. Maceo gebe die Sicht seines Vaters auf private Gespräche der Eltern wieder und kehre aus dessen Obhut häufig "wütend und streitlustig" zurück.

In ihrem Antrag listet die Oscarpreisträgerin mehrere Punkte auf, die sie am Verhalten ihres Ex-Mannes beanstandet. Martinez treffe Entscheidungen zu Maceos Schulbildung im Alleingang, ziehe den Jungen immer wieder in die Konflikte der Eltern hinein und mische sich in ihre therapeutische Arbeit mit dem Sohn ein. Auch Lehrer und Therapeut versuche er gegen sie zu beeinflussen. All das seien Versuche, Maceo auf seine Seite zu ziehen.

Streitpunkt Van Hunt

Eine zentrale Rolle spielt dabei Berrys Verlobter Van Hunt (56). Martinez akzeptiere die Beziehung bis heute nicht. "Der achte Punkt ist Oliviers anhaltende Weigerung, meine Beziehung mit Van zu akzeptieren, der eine wichtige Rolle in Maceos Leben spielt", heißt es in dem Antrag. Deshalb lasse Martinez nicht zu, dass Maceo gemeinsam mit ihr und Hunt eine Familientherapie mache. Diese solle dem Jungen ein gesundes Umfeld in einer Patchworkfamilie ermöglichen.

Zudem wiederholt Berry einen Vorwurf, den sie bereits 2024 erhoben hatte: Martinez nehme nicht mehr an den vereinbarten Sitzungen bei einem Co-Parenting-Coach teil. Mit der alten Regelung will sie ihn auch zur Rückkehr in die Beratung verpflichten lassen. Die Vereinbarung von 2023 habe entgegen ihrer Hoffnung "zu mehr Konflikten geführt", schreibt Berry. Die Verantwortung dafür sieht sie bei ihrem Ex-Mann.

Martinez sieht "unmittelbare Gefahr"

Martinez hat bereits eine Erwiderung eingereicht und fordert das Gericht auf, Berrys Antrag vollständig abzulehnen. Er verweist auf die bestehende einstweilige Verfügung und macht geltend, nach der mutmaßlichen Misshandlung bestehe für Maceo "unmittelbare Gefahr". Außerdem habe Berry ihr Anliegen unzulässigerweise als Eilantrag statt als regulär terminierten Antrag eingereicht.

Berry und Martinez waren zwei Jahre verheiratet, ehe sie sich 2015 trennten. Nach einem erbitterten Rechtsstreit wurde die Scheidung im August 2023 abgeschlossen. Aus ihrer früheren Beziehung mit dem kanadischen Model Gabriel Aubry (50) hat Berry zudem Tochter Nahla (18). Erst vor wenigen Wochen hatte die Schauspielerin darüber gesprochen, dass Nahla ans College geht.

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