Große Pläne bei Dschungelkönig Gil Ofarim: "RTL hat sich keinen Gefallen getan"

Der Dschungelcamp-Einzug von Gil Ofarim (43) hatte noch vor dem Staffelstart für mächtig Wirbel gesorgt. Nach seinem Verleumdungsskandal galt der Sänger in der Unterhaltungsbranche eigentlich als "Persona non grata". Umso überraschender dann seine Krönung zum diesjährigen Dschungelkönig. Wie wird es für Gil Ofarim weitergehen? Wann kehrt er nach München zurück und was hat RTL mit ihm geplant?
Gil Ofarim bei Frauke Ludowig: Dschungelkönig plant München-Rückkehr
Nach seinem Sieg bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" traf sich Gil Ofarim mit Frauke Ludowig zum großen RTL-Interview. Darin verriet der 43-Jährige, wie er Gage und Siegprämie investieren wolle: "Ich kann Rechnungen bezahlen und noch vieles mehr. Das, was ich mir mehr als alles andere gewünscht habe: mir eine Bleibe in München zulegen." Von seiner Rückkehr in die bayerische Hauptstadt erhoffe sich Ofarim vor allem eins: wieder mehr Zeit mit seinen beiden Kindern zu verbringen.
Doch wie kann es karrieretechnisch für den Musiker weitergehen? Während frühere Dschungelmajestäten nach ihrem Sieg von RTL große Chancen erhielten, ist es fraglich, wie der Sender nun mit dem Münchner verfahren wird. Denn klar ist: Nicht jeder gönnt Gil Ofarim den neugewonnenen Erfolg.
Julian FM Stoeckel zur AZ: "RTL hat sich keinen Gefallen getan"
Das weiß auch Julian F.M. Stoeckel (37): Der Entertainer zog 2014 selbst in den australischen Busch und ist ein gern gesehener Gast in der Dschungelcamp-Show "Die Stunde danach". Die Diskussionen um Gil Ofarim sind auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen.
Im persönlichen AZ-Gespräch findet Stoeckel deutliche Worte: "Ich glaube, dass sich RTL mit der Teilnahme von Gil Ofarim keinen Gefallen getan hat, weil er wahrscheinlich der streitbarste aller Dschungelkönige der letzten 20 Jahre ist. Denn er hat im Gegensatz zu allen Vorgängern und Vorgängerinnen das Publikum gespalten."
Für den Entertainer fällt Ofarim daher durchs Raster: "Eigentlich muss ein Dschungelkönig verbindend sein und normalerweise hat sich das Publikum immer über die Krönung gefreut. Und dieses Jahr haben sich viele Leute entsetzlich geärgert. Ich weiß nicht, ob es dem Dschungelcamp letztendlich nicht sogar als Format schadet, dass jemand gewonnen hat, der so spaltet."

Große RTL-Pläne für Gil Ofarim? Julian F.M. Stoeckel ist skeptisch
Im AZ-Gespräch schätzt Julian F.M. Stoeckel auch ein, ob der Sender seinen diesjährigen Dschungelkönig vermarkten werde: "Gute Frage. Ich bin mir nicht sicher, ob RTL überhaupt was mit ihm vorhat. In erster Linie ist er jetzt erst mal Dschungelkönig geworden und es ist nicht so, dass sich RTL dann mit einem hinsetzt und Pläne schmiedet."
Andere Show-Sieger traten nach ihrer Teilnahme in zahlreichen RTL-Shows auf – wie etwa Evelyn Burdecki, die als Dschungelkönigin mit "Das Liebeskarussell" sogar ihre eigene Sendung moderieren durfte. Ob Gil Ofarim nun zum neuen RTL-Gesicht wird? Das scheint eher ausgeschlossen. Julian F.M. Stoeckel sagt dazu der AZ: "Es wird sich zeigen, ob sich was ergibt. Und wenn sich nichts ergibt, ist das auch ein Zeichen." Mit "Der Fall Gil Ofarim" hat der Skandal-Musiker zumindest eine Mini-Doku, die aktuell bei RTL+ gestreamt werden kann.
"Ich hätte jetzt keine Lust auf große, intime Gespräche"
Ob Julian F.M. Stoeckel Gil Ofarim zum Sieg gratulieren würde, wenn man sich über den Weg läuft? Dazu meint der Dschungelcamp-Experte: "Ich glaube, ich würde dazu gar nichts sagen. Ich würde ihn begrüßen als Kollegen, weil wir uns kennen und weil ich ein höflicher Mensch bin." Nach kurzer Überlegung räumt Stoeckel ein: "Sollte sich überhaupt ein Gespräch ergeben, würde ich vielleicht sogar sagen: 'Alles Liebe, herzlichen Glückwunsch zur Dschungelkrone.' Das war es dann aber auch. Ich hätte jetzt keine Lust auf große, intime Gespräche."
Schließlich verrät der Entertainer, wen er sich eigentlich auf dem Dschungel-Thron gewünscht hätte: "Ich hätte mich gefreut, wenn Hubert gewonnen hätte, denn er wäre der vierte queere Dschungelkönig geworden in 20 Jahren, was jetzt nicht so wahnsinnig viel ist. Ich finde es schade, weil Hubert verbindend, süß und ulkig war, gute Laune gemacht hat, und er hätte es einfach verdient."

Zuvor hatten es Ross Anthony (Staffel 3), Prince Damien (Staffel 14) und Lucy Diakovska (Staffel 17) als Vertreter der LGBTQ+-Community auf den Thron geschafft.