Große Literatur im TV: Mit Schach gegen den Wahnsinn

Oliver Masucci verliert im Drama "Schachnovelle" (2021) als Wiener Anwalt Dr. Josef Bartok in Nazi-Gefangenschaft immer mehr den Verstand. Ein Schachlehrbuch wird sein rettender Anker. 3sat wiederholt die preisgekrönte Adaption von Stefan Zweigs gleichnamiger Novelle nun in der Primetime.
Jasmin Herzog |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Der amtierende Weltmeister Czentovic (Albrecht Schuch, links) und Bartok (Oliver Masucci) treten gegeneinander an.
ZDF/ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung 5 Der amtierende Weltmeister Czentovic (Albrecht Schuch, links) und Bartok (Oliver Masucci) treten gegeneinander an.
Bartok (Oliver Masucci) wird von den Faschisten gefangen gehalten und versucht seine Zeit mit Schach zu vertreiben.
ZDF/ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung 5 Bartok (Oliver Masucci) wird von den Faschisten gefangen gehalten und versucht seine Zeit mit Schach zu vertreiben.
Gestapo-Offizier Böhm (Albrecht Schuch, Bild) hält den Anwalt Dr. Josef Bartok (Oliver Masucci) gefangen.
ZDF/ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung 5 Gestapo-Offizier Böhm (Albrecht Schuch, Bild) hält den Anwalt Dr. Josef Bartok (Oliver Masucci) gefangen.
Hier war die Wiener Welt noch in Ordnung: Bartok (Oliver Masucci) und seine Frau Anna (Birgit Minichmayr) genießen romantische Stunden auf einem Ball.
ZDF/ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung 5 Hier war die Wiener Welt noch in Ordnung: Bartok (Oliver Masucci) und seine Frau Anna (Birgit Minichmayr) genießen romantische Stunden auf einem Ball.
Während der Isolationshaft verliert Bartok (Oliver Masucci) den Verstand.
ZDF/ARD Degeto/Studiocanal/Julia Terjung 5 Während der Isolationshaft verliert Bartok (Oliver Masucci) den Verstand.

Ob "Das Parfum" (2006), "Die Vermessung der Welt" (2012) oder das preisgekrönte Kriegsdrama "Im Westen nichts Neues" (2022) - Klassiker der deutschen Literatur finden auch auf der großen Leinwand Anklang beim Publikum. Der Münchner Regisseur Philipp Stölzl ("Der Medicus") nahm sich 2021 der "Schachnovelle" (1942) von Stefan Zweig an und realisierte einen Film, der vor allem dank eines fantastisch aufspielenden Oliver Masucci ("Enfant Terrible") sehenswert ist. Dabei steht nicht nur das strategische Brettspiel im Mittelpunkt, sondern auch die Flucht des Protagonisten aus einer qualvollen Realität. 3sat wiederholt das preisgekrönte Drama, das etwa 140.000 Leute im Kino sahen, nun zur besten Sendezeit.

Die Handlung spielt sich in Österreich im Jahr 1938 ab: Masucci verkörpert den Wiener Anwalt Dr. Josef Bartok, der zusammen mit seiner Frau Anna (Birgit Minichmayr) kurz nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs vor den Nazis auf einem Passagierdampfer in die USA flieht. An Bord des Schiffes erinnert er sich an die dramatischen Monate vor seiner Abreise: Weil er angeblich über die Zugangsdaten zu Konten im Ausland verfügt, wird Bartok vom Gestapo-Leiter Böhm (Albrecht Schuch) wochenlang gefangengehalten und gequält. Als es ihm gelingt, ein Schachlehrbuch in seine Zelle zu schmuggeln, schöpft er neuen Lebensmut.

Doch mit der Zeit löst das Buch ein Schachfieber in ihm aus, und schon bald kann er zwischen Realität und Wahnsinn nicht mehr unterscheiden. Immer mehr zieht ihn das Buch in den Abgrund. An Bord des Kreuzfahrtschiffes von Owen McConnor (Rolf Lassgård) trifft der Anwalt dann auf seinen wichtigsten Gegner: den amtierenden Weltmeister Czentovic (ebenfalls gespielt von Albrecht Schuch).

Schachnovelle - Fr. 21.08. - 3sat: 20.15 Uhr

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Agentur teleschau. Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an info@teleschau.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.