Großbritannien verweigert Kanye West die Einreise

Das britische Innenministerium zieht die Reißleine: Kanye West darf nicht nach Großbritannien einreisen. Der geplante Headliner-Auftritt beim Wireless Festival im Juli fällt damit aus. Zuvor hatten sich bereits große Sponsoren vom Festival zurückgezogen.
(ncz/spot) |
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Kanye West wird im Juli wohl doch nicht beim Wireless Festival in Großbritannien auftreten.
Kanye West wird im Juli wohl doch nicht beim Wireless Festival in Großbritannien auftreten. © ddp/Sipa USA

Nach heftiger öffentlicher Kritik und dem Rückzug großer Sponsoren hat das britische Innenministerium beschlossen: Der US-Rapper Kanye West (48) darf nicht nach Großbritannien einreisen. Der für Juli geplante Auftritt als Headliner beim Londoner Wireless Festival ist damit hinfällig.

Wie die BBC und der "Guardian" berichten, hat das Home Office das Visum des Musikers am Dienstag offiziell zurückgezogen. Die Begründung stützt sich auf die Richtlinien zur "öffentlichen Ordnung": Der Aufenthalt einer Person kann verweigert werden, wenn deren Anwesenheit dem "öffentlichen Wohl nicht dienlich" ist.

Kritik und Sponsoren-Exodus

Kanye West steht seit langem wegen wiederholter antisemitischer Äußerungen in der Kritik. Das Home Office verwies explizit auf seine Bewunderung für Adolf Hitler und provokante Veröffentlichungen wie den Song "Heil Hitler". Zuvor hatten sowohl Premierminister Keir Starmer als auch Bildungsministerin Bridget Phillipson die Festival-Buchung als "zutiefst besorgniserregend" und "ekelhaft" bezeichnet.

Bereits vor dem offiziellen Verbot geriet das Wireless Festival massiv unter Druck. Die Nachricht, dass Kanye West an allen drei Festivaltagen auftreten sollte, löste eine Lawine aus: Weltmarken wie Pepsi mit der Marke Rockstar Energy und Diageo beendeten umgehend ihre Sponsoring-Verträge mit dem Festival.

Jüdische Verbände warfen den Veranstaltern vor, aus Rassismus Profit schlagen zu wollen. Angesichts steigender Zahlen antisemitischer Vorfälle in Großbritannien sahen Behörden und Verbände in einem Auftritt ein unkalkulierbares Risiko für den sozialen Frieden.

Entschuldigungsversuche von Kanye West

West hatte im Vorfeld versucht, die Wogen zu glätten. In einer ganzseitigen Anzeige im "Wall Street Journal" im Januar sowie in jüngsten Statements schrieb er seine Ausfälle seiner bipolaren Störung zu und betonte, er sei "kein Nazi". In London bot er sogar ein Treffen mit Vertretern der jüdischen Gemeinde an - ein Angebot, das jedoch zu spät kam, um das Einreiseverbot abzuwenden. Kanye West selbst hat sich bisher nicht geäußert.

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