Grippeschutzimpfung: Warum sich der Piks für jeden lohnen kann

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken - und im Büro wird plötzlich auffällig oft gehustet und geschnieft. Mit dem Herbst beginnt auch die Zeit, in der die Grippe wieder zum Thema wird. Wer sich schützen möchte, sollte deshalb jetzt an die Grippeschutzimpfung denken.
Warum überhaupt gegen Grippe impfen?
Eine Influenza ist nicht einfach nur eine besonders unangenehme Erkältung. Typisch sind ein plötzliches Krankheitsgefühl, hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starke Erschöpfung. In schweren Fällen kann eine Grippe beispielsweise zu einer Lungenentzündung führen.
Besonders für ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann eine Influenza ernsthafte Folgen haben. In Deutschland sterben je nach Stärke der jeweiligen Grippewelle jedes Jahr mehrere Tausend Menschen an den Folgen einer Influenza.
Und warum muss die Impfung jedes Jahr erneuert werden? Grippeviren verändern sich laufend. Deshalb wird die Zusammensetzung des Impfstoffs regelmäßig an die aktuell erwarteten Virusstämme angepasst.
Ein weiterer Pluspunkt: Wer sich impfen lässt, kann nicht nur sich selbst schützen, sondern auch dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko für Menschen in seinem Umfeld zu reduzieren, die selbst nicht oder nur eingeschränkt geimpft werden können.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung?
Oktober und November gelten als idealer Zeitraum für die Grippeschutzimpfung. Der Körper braucht nach der Impfung etwa ein bis zwei Wochen, um einen ausreichenden Immunschutz aufzubauen. Wer sich jetzt impfen lässt, hat gute Chancen, rechtzeitig vor einer stärkeren Grippewelle geschützt zu sein.
Aber: Auch wer den Termin verpasst hat, muss die Impfung nicht gleich abhaken. Eine Impfung kann auch später in der Saison noch sinnvoll sein. Wann der beste Zeitpunkt ist, lässt sich individuell mit der Hausarztpraxis besprechen.
Für wen wird die Grippeimpfung besonders empfohlen?
Die Impfung ist grundsätzlich für alle ab sechs Monaten möglich, die sich schützen möchten. Besonders von der STIKO empfohlen wird sie unter anderem für:
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Menschen ab 60 Jahren. Für diese Altersgruppe werden spezielle Hochdosis- oder adjuvantierte Impfstoffe empfohlen.
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Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Bei einer Grunderkrankung kann die Impfung bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel empfohlen werden.
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Menschen mit chronischen Erkrankungen, etwa Asthma, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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Bewohnerinnen und Bewohner von Pflege- und Alteneinrichtungen.
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Menschen, die beruflich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben - etwa Beschäftigte im Gesundheitswesen oder Personen mit viel Publikumsverkehr.
Wer unsicher ist, ob die Impfung im eigenen Fall sinnvoll ist, kann sich in der Arztpraxis beraten lassen.
Diese Nebenwirkungen sind bei der Grippeimpfung möglich
Nach dem Piks kann es zu typischen Impfreaktionen kommen. Die Einstichstelle kann gerötet sein, anschwellen oder schmerzen. Manche Menschen fühlen sich für ein bis zwei Tage müde und haben leichte Kopf- oder Gliederschmerzen. Solche Reaktionen sind in der Regel vorübergehend und können ein Zeichen dafür sein, dass sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt.
Eine schwere allergische Reaktion ist sehr selten. Wer zum Zeitpunkt der Impfung akut fieberhaft erkrankt ist oder bereits weiß, dass eine Allergie gegen einen Bestandteil des Impfstoffs besteht, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.
Wo kann man sich gegen Grippe impfen lassen und wer übernimmt die Kosten?
Die klassische Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Je nach Angebot vor Ort kommen außerdem Facharztpraxen, Betriebsärzte, Gesundheitsämter und viele Apotheken infrage. Zum Termin am besten den Impfausweis und die Gesundheitskarte mitbringen. Für die von der STIKO empfohlenen Personengruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten in der Regel vollständig. Darüber hinaus übernehmen manche Krankenkassen die Grippeimpfung - teilweise als Satzungsleistung.