"Glücksgefühle"-Eklat um Alphaville-Ausladung – Lukas Podolski: "Bin für keine Nazis!"

Nach dem Eklat um politische Äußerungen beim "Glücksgefühle"-Festival äußerte sich Lukas Podolski bei "Stern TV" zur umstrittenen Alphaville-Ausladung. Podolski wehrt sich dabei gegen Vorwürfe, aus der rechten Ecke zu kommen.
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Lukas Podolski hat bei "Stern TV" über das "Glücksgefühle"-Festival gesprochen.
Lukas Podolski hat bei "Stern TV" über das "Glücksgefühle"-Festival gesprochen. © 2026 Getty Images for Fanatics/Dave Kotinsky

Die Kontroverse rund um das "Glücksgefühle"-Festival sorgte zuletzt für heftige Diskussionen. Bei "Stern TV" stellten sich Lukas Podolski und Festival-Manager Markus Krampe nun den Fragen von Moderator Steffen Hallaschka. Dabei ging es auch um den abgesagten Auftritt von Alphaville und um den Vorwurf, die Veranstalter hätten Künstler zum Schweigen bringen wollen.

Podolski erklärte bei "Stern TV", dass es ihm bei seinen Statements vor allem darum gegangen sei, seinen eigenen Namen gegen politische Vereinnahmung zu verteidigen: "Ich wollte einfach damit ausrichten und sagen, dass man mich nicht in eine Ecke stellt, in der ich gar nicht bin oder die ich gar nicht unterstütze", sagte der ehemalige Fußball-Nationalspieler.

Er habe sich insbesondere darüber geärgert, im Internet als rechts oder gar als Nazi dargestellt zu werden. "Ich bin für keine Nazis, oder was da geschrieben wird", betonte Podolski und verwies auf seine familiäre Geschichte sowie sein Aufwachsen in Polen. "Meine Großeltern kommen aus Polen und was sie damals erlebt haben, das weiß ich und das kriege ich auch immer wieder erzählt. Alleine deshalb hat mich das getroffen."

Markus Krampe erklärte, die grundsätzliche Idee hinter der Vorgabe beim "Glücksgefühle"-Festival sei nicht politisch motiviert gewesen. Man habe den Besuchern vielmehr für einige Tage eine Auszeit vom politischen Geschehen ermöglichen wollen. "Wir haben das Ding mal gemacht, um die Leute mal zwei, drei Tage aus dem Alltag rauszuholen", erklärte Krampe. "Dass die glücklich sein sollen und eine schöne Zeit haben sollen."

Krampe: "Mir darf sowas nicht passieren, dass ich mich da aus der Emotion leiten lasse"

Gleichzeitig räumte er ein, dass die Vorgabe gegenüber den Acts letztlich ein Fehler gewesen sei. "Natürlich war es naiv zu denken, dass die Künstler sich da von mir beeinflussen lassen, das nicht zu tun", sagte er. Im Fall von Alphaville habe er sich bereits entschuldigt. "Mir darf sowas nicht passieren, dass ich mich da ein bisschen aus der Emotion leiten lasse", so Krampe. Außerdem versicherte er: "Wir können alle beruhigen, wie Lukas gesagt hat, wir ticken garantiert nicht rechts." Umso mehr hätten ihn die massiven Anfeindungen getroffen. "Im Netz sind das keine normalen Meinungen mehr. Man wird durchbeleidigt von oben bis unten."

Dass das Festival durch die Kontroverse letztlich selbst zu einem politischen Ereignis wurde, sieht Podolski gelassen. Für ihn gehe es darum, Fehler einzugestehen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Krampe habe sich öffentlich entschuldigt und eingeräumt, dass sein Verhalten "nicht korrekt" und "falsch" gewesen sei, so Podolski.

"Ich glaube, das ist dann auch ein Statement, wo man sagen kann: Okay, das war ein Fehler und lasst uns mal nach vorne schauen." Eine Aussprache mit Alphaville habe es laut Krampe bislang noch nicht gegeben: "Da musste, glaube ich, jetzt erst einmal Gras drüber wachsen." Er sei jedoch in Kontakt mit dem Management der Band gestanden. Krampe betonte abschließend: "Alle Statements, die die Künstler auf der Bühne gesagt habe, unterschreiben wir ausdrücklich. Egal, ob es um Menschenrechte geht, Rassismus, Sexismus - da sind wir voll vorne mit dabei, wenn es dagegen geht."

Auch Lukas Podolski versicherte: "Ich kann noch einmal in meinem Namen sprechen, wenn das falsch rübergekommen ist: Ich als Lukas Podolski kann mich entschuldigen, da war keine Absicht dahinter. Ich liebe alle Menschen, ich komme aus Köln, bei mir ist jeder willkommen."

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