Glamoratti: So funktioniert nostalgisches Power-Dressing im Sommer

Breite Schultern, goldener Schmuck, taillierte Blazer: Der Sommer 2026 holt sich sein Style-Selbstbewusstsein aktuell aus den 1980ern zurück. So funktioniert der Glamoratti-Trend.
von  (the/spot)
Das Modehaus Saint Laurent schickte die Models für die Spring-/Summer-Kollektion 2026 in Glamoratti-Silhouetten über den Laufsteg.
Das Modehaus Saint Laurent schickte die Models für die Spring-/Summer-Kollektion 2026 in Glamoratti-Silhouetten über den Laufsteg. © imago/ABACAPRESS / Marechal Aurore/ABACA

Als Pinterest Anfang des Jahres die jährliche Trendvorschau veröffentlichte, war klar: Zurückhaltung war gestern. Mit Glamoratti krönte die Plattform einen Trend, der aus den Tiefen der 1980er zurückgekehrt ist und dabei so nostalgisch und gleichzeitig zeitlos wirkt wie ein Album von Grace Jones (78). Diesen Sommer stehen Fashion-Fans auf 1980er-Jahre-Luxus, übergroße Taillen-Gürtel und goldenen XXL-Statement-Schmuck.

Power-Dressing neu gedacht

Glamoratti ist nostalgisches Power-Dressing modern interpretiert. Die Silhouette folgt einem einfachen Prinzip: breite Schultern, eine nach unten schmal zulaufende Linie, in der Mitte betont durch einen breiten Gürtel um die Taille. Das Ergebnis ist eine Figur, die selbstbewusst und mit Absicht Raum einnimmt und die Blicke auf sich zieht. Taillierte Blazer mit markanten Schulterpartien, figurbetonte Kleider, übergroße Anzüge in metallischen Stoffen oder schwerem Leder. Der Glamoratti-Look ist kraftvoll, selbstsicher und unübersehbar.

Was den Trend von bisherigem Power-Dressing unterscheidet: der bewusste Kontrast zwischen den einzelnen Elementen. Übergroße Details wie dramatische Ohrringe, imposante Schleifen, breite Gürtel, Jacken mit massiven Schulterpartien treffen auf zarte Teile wie enge Bleistift-Röcke und elegante Sling-Pumps. Genau diese Spannung macht den Trend so zeitgemäß und interessant.

Es kommt auf die Accessoires an

Der Glamoratti-Look lebt aber nicht nur von der Silhouette, sondern vor allem von den Accessoires: Der Style gelingt am besten mit massivem, glänzendem Schmuck, goldenen Manschetten, klobigen Ketten und überdimensionalen Ohrringen. Stehkrägen und übergroße Sonnenbrillen runden den Look ab.

Als Vorbilder dieser Ästhetik gelten die Looks von Stilikonen wie Madonna (67) und Grace Jones aus den 1980er Jahren.

Glamoratti-Stylingtipps für den Anfang

Für den Glamoratti-Trend muss man nicht gleich zu hundert Prozent übertreiben. Weder extravaganter Animal-Print, schweres massives Leder noch auffälliger Goldschmuck sind zwingend notwendig.

Wer mit einem taillierten Blazer mit ausgeprägten Schultern einsteigt und ihn über einem schlichten Bleistiftrock trägt, hat das Prinzip bereits perfekt umgesetzt. Als Accessoires funktionieren ein breiter Ledergürtel, Sling-Pumps und ein klobiger Ring.

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